Der Herbst

Was ist die beste Pflege für Ihren Rasen? Entdecken Sie die geheime Sprache Ihres Bodens rund um das Jahr! Diese 5 Tipps werden Sie erfolgreich zu einem schönen Rasen führen!

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Wussten Sie, was Unkraut im Rasen über Ihren Gartenboden verrät?

Wenn sich Unkraut im Rasen ausbreitet, sind nicht die Gräser schuld, sondern der Boden. Ob zu viele oder zu wenige Nährstoffe vorhanden sind, ob der Boden zu sauer oder zu feucht ist, nehmen Moos oder das Unkraut ihre Chance wahr und gedeihen. Die sogenannten Zeigerpflanzen verraten ziemlich sicher, was sich unterhalb der Oberfläche des Bodens abspielt. Machen Sie dieses Wissen zu nutzen.

Wie belüftet man den Rasen und mit welchen Geräten?

Rasenrechen oder Fächerrechen

Mit einem speziellen Rechen aus Metall lüften wir den Rasen, das heißt wir vertikutieren den Rasen nicht, sondern lüften ihn. Wir rechen das Moos, Unkraut und Verdorrtes aus dem Rasen. Zuerst rechen wir in die eine Richtung und dann in die entgegengesetzte Rich-tung. Das Ganze empfiehlt sich auch bei trocknem Boden zu machen, weil wenn der Boden nass ist, hat man Schwierigkeiten das Moos und Unkraut aufzunehmen. Es bleibt auch am Boden kleben. Warum machen wir das ganze? Wenn der Rasen besser belüftet ist, kann er wachsen, besser Nährstoffe aufnehmen und besser Licht aufnehmen. Belüften ist sozusagen eine Vorstufe von vertikutieren, aber vertikutieren macht man nicht in der Regel im Hochsommer. Mit dem Rechen kann man da ganz gerne ein oder zweimal der Saison durchgehen und so altes Moos und alten Rasen aus der Rasenfläche rausholen. Das Belüften macht man am besten vor dem Rasen mähen, damit man kleinere Rückstände entfernen kann.

Belüftungsschuhe

Belüftungsschuhe auf die normalen Schuhe ziehen und den ganzen Rasen Stepp bei Stepp auf und ablaufen. Diese Belüftungsschuhe eignen sich aber nur für kleine Rasenflächen.

Elektro-Kombigerät-Lüfter-Vertikutierer: Mit dem Elektro-Lüfter-Verti-kutierer ist es die einfachste Methode den Rasen zu lüften. Für den Rasen lüften nehmen Sie die Lüfterwalze und für Vertikutieren die Vertikutier-messerwalze.

Den Rasen vertikutieren: Beim Vertikutieren ist das Ziel nicht Vertikutieren Sie den Rasen in längs und quer Bahnen, sodass ein Schachbrett artiges Muster auf der Oberfläche entsteht. Wichtig ist, dass die Messer nicht zu tief in die Grasnarbe eindringen. Der Vertikutierer entfernt nicht nur das Moospolster aus dem Gras, sondern auch die Mehlrückstände den soge-nannten Rasenfilz. Das sind kleine Halme, die nach jedem Mähen auf der Fläche bleiben. Diese setzen die Grasnarbe zu, so dass die Gräserwurzeln keinen Sauerstoff mehr bekommen und sich das Moos besser entwickeln kann. 

Wann sollte man den Rasen nachsäen?

Wenn Sie den Rasen nach säen, achten Sie bitte darauf, dass es nicht zu früh im Frühjahr ist. Rasen keimen erst ab 8 Grad plus. Es gibt verschiedene Rasensamen z. B. Nachsaat-Rasensamen, Sport- und Spielrasensamen, Schattenrasen, Zierrasensamen und viele mehr. Verteilen Sie den Samen entweder mit der Hand oder mit einem Streuwagen. Je nach dem wie man es dosieren möchte! Einfacher ist es mit der Hand, wenn man nur kahle Stellen einsäen möchte. Am besten sät man den Rasen nach dem Vertikutieren, da ist der Rasenboden noch aufgeraut und die Rasensamen bleiben auch gut darin liegen. Dosieren Sie es gut, weil immer zu rechnen ist, dass die Vögel den Samen picken. Man kann auch den Samen ein bisschen rein treten beziehungsweise eine Rasenwalze reinwalzen. Beobachten Sie das Wetter, denn der Samen sollte nicht zu nass oder zu trocken sein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen?

Den richtigen Zeitpunkt gibt es eigentlich nicht es gibt bloß einige Sachen, die wir deutlich zu früh machen und da zählt häufig das Düngen mit dazu. Das heißt, wenn wir einen organisch mineralischen Dünger nehmen oder nur einen mineralischen Dünger sollten wir definitiv diesen nicht im Februar oder gar im März werfen. Es gibt aber organischen Dünger, der dazu da ist, den Boden zu verbessern, diese kann man bereits im März so ab Mitte werfen. Sie sorgen dafür, dass die Mikroorganismen im Boden verbessert werden. Es sind aber auch eigentlich im März ausreichend Mikroorganismen vorhanden so dass wir hier zu früh Düngen. Anfangen sollte man eigentlich erst Ende April Anfang Mai, aber einen organischen Dünger einen Bodenverbesserer.

Es gibt verschiedene Dünger: Granulat, Flüssigdünger, Mineralische Dünger, Organische Dünger, Organisch-mineralische Dünger, Dünger mit Zusatzwirkung, Dünger mit Moosvernichter, Dünger mit Unkrautvernichter, Eisendünger, Blaukorn, Dünger mit Langzeitwirkung.

Rasen einwässern

Düngen sollte man nicht bei praller Sonne machen, sondern bei trübem Wetter und Regen sollte in Sicht sein. Ist kein Regen in Sicht und Ihr habt einen dichten und kräftigen Rasen müsst Ihr ihn einwässern oder mit einem Fächerbesen einkehren, so dass er nicht auf den Halmen liegen bleibt. Einbesen, danach wässern, so kommt der Dünger in den Boden. Die Kunst des Düngens ist es, es dann einzusetzen, wenn der Rasen ihn benötigt und Hilfe braucht. Der Rasen benötigt unheimlich viel Nährstoffe, aber auch unheimlich viel Wasser. Weil der Rasen viel arbeitet, sind die Nährstoffe im Rasen immens wichtig. Achten Sie darauf, dass Sie gleichmäßig den Dünger verteilen. Gehen Sie mit dem Dünger einmal mehr über die Rasenfläche. Der Rasen wird es Ihnen danken.

5 wichtige Pflegehinweise für Ihren Rasen

Richtiges Mähen: Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens. Zudem bilden die Gräser Seitenausläufer und weitere Blätter. Sie sollten darauf achten, dass Sie eine Rasenfläche so zwischen 3,5 und 5 Zentimeter mähen. Bei Rasen in schattigen Lagen genügt es, wenn Sie auf 4 Zentimeter runter mähen. Je tiefer Sie einen Rasen schneiden, desto empfindlicher werden die Gräser. Bei einem normalen Zierrasen immer eine Schnitthöhe von 300 cm einhalten, genauso wichtig ist es, dass man regelmäßig die Messer des Rasenmähers schärfen lässt.

Richtige Düngung: Die meisten Rasenflächen leiden unter enormen Nährstoffmangel am einfachsten erkennt man dies durch die Gelbfärbung der einzelnen Gräser. Deshalb ist es wichtig, dass ihren Rasen regelmäßig düngen für ein dichtes und frisches Grün. Für jeden Rasentyp gibt es eine spezielle Düngerezeptur, die Sie bei Landschaftsgärtner oder Baumärkten kaufen können. Wichtig ist bei der Düngung die richtige Dosierung, denn mit einer richtigen Dosierung erreichen Sie ein besseres Dichtewachstum und verhindern die Tratauswaschung. Am geeignetsten ist dafür ein Streuwagen. Bei wenig belasteten Rasenflächen, wie z. B. einer Zierrasenfläche empfehlen die Experten eine Düngung 2 x im Jahr. Bei stark belasteten Rasenflächen, wie zum Beispiel bei Spiel- und Sportflächen in Ihrem Hausgarten möglicherweise, empfehlen die Experten 4 x im Jahr. Einmal im April, im Juni, Ende August und eine Kalium Düngung im Oktober, um den Rasen vor dem Winter zu stärken.

Richtige Wässern: Rasengräser bestehen zu fast 90 % aus Wasser. Ohne Wasser wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Da der Wasserbedarf des Rasens natürlich von den Bodenverhältnissen abhängt, lassen sich keine richtigen Wasserpläne erstellen, wohl aber eine Faustregel. „Schauen statt kleckern“. Bei Trockenheit sollten Sie Ihren Rasen zweimal pro Woche gründlich beregnen. Geeignet dafür sind die Morgenstunden, da hat sich der Rasen bzw. Boden abgekühlt. Wichtig ist, dass die gesamte Rasenfläche wurzeltief durchfeuchtet ist. Denken Sie daran, dass die Gräser unter Bäumen häufiger Wasser brauchen.

Vertikutieren: Mit dem Vertikutieren beseitigen Sie wirksam Ihren Rasenfilz. Landschaftsgärtner oder Heimgärtner vertikutieren im März oder April direkt vor der ersten Stickstoffdüngung. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass Sie mit den Messern des Vertikutiergeräts nicht so tief in den Boden einarbeiten, da Sie sonst die Wurzeln des Rasens beschädigen. Eines sollte aber immer klar sein, dass Sie das Vertikutiergut muss natürlich gründlich entfernt werden.

Lüften: Das Lüften ist eine ergänzende Pflegemaßnahme, nicht zu verwechseln mit dem Vertikutieren. Beim Lüften werden Löcher in die Erde gestampft, die es ermöglichen, wieder Wasser, Luft und Nährstoffe aufzunehmen.

3 Tipps Unkraut vorzubeugen

Einfache, aber effektive Unkrautbekämpfung kann auf Ihrem Rasen durch Mähen oft im Frühjahr erreicht werden. Dadurch wird verhindert, dass sich Löwenzahn durch Beseitigung der gelben Blüten ausbreitet und die Samenbildung verhindert. Mähen Sie hoch im späten Frühjahr und Frühsommer. Dadurch können Grasklingen den Boden abschatten und verhindern, dass Krabbengras sprießt.

Wunder wirkt auch, wenn sie viel Unkraut haben, ein Quarzsand. Auch wenn Sie unter den Bäumen Moos haben, streuen Sie Quarzsand aus. Quarzsand verwendet man nur einmal. Er geht richtig in den Boden rein und nach einer Woche sehen Sie von dem Quarzsand nichts mehr. Dafür haben Sie einen schönen grünen Rasen.

Die beste Zeit zum Rasenmähen ist, wenn es kühl und trocken ist. Warten Sie, bis der Morgentau abgetrocknet ist, und vor dem Nachmittag hält die Hitze an. Alternativ, am späten Nachmittag oder frühen Abend nach einer Bewässerung am Morgen ist auch eine gute Zeit.

Der Frühling

Wie erkenne ich Schädlinge und Krankheiten von Rosen?

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Es gibt eine Anzahl Rosen, die unter normalen Gartenbedingungen ziemlich oder völlig resistent sind gegen Krankheiten. Zu ihnen gehören die Teehybriden Chicago Peace, Circus Knie, Garden Party, King Ransom, Gloria Die, Königin der Rosen und Wizo.

Einige sehr robuste Floribundarosen sind z. B. Chinatown, Alamain, Apricot, Nectar, City of Leeds, Escapade, Matangi, Sarabande.

Unter den Strauchrosen etwa Aloha, Golden Showers, Händel. Die Kartoffel- und Chinarosen und einige Wildarten sind Ausnahmen bei den Strauchrosen, von denen viele so robust sind, dass sie Mehltaubefall und Sternrußtau überstehen, ohne ernstlich Schaden zu nehmen. Allerdings sieht die Pflanze im Spätsommer dann ziemlich unerfreulich aus, wenn sie nicht gespritzt wird. Den oben aufgeführten Sorten könnten noch viele hinzugefügt werden, die unter bestimmten klimatischen und Bodenvoraussetzungen sehr resistent sind.

Manchmal reicht es schon, eine mehltaugefährdete Sorte von einem Teil des Gartens in einen anderen umzusetzen um sie zu kurieren. Wurzeltrockenheit und mangelnde Luftbewegung führen oft zur Mehltaubildung, und je reiner die Luft ist, desto häufiger findet man Sternrußtau. In industriereichen Gegenden mit schwefelhaltigen Abgasen ist dieser dagegen kein Problem.

So gedeihen einzelne Sorten in verschiedenen Teilen des Landes sehr unterschiedlich gut; die aufgeführten Sorten haben sich als resistent erwiesen. Aber natürlich will nicht jeder Gärtner gerade diese Sorten anpflanzen, und wenn man einen fertigen Garten vorfindet, muss man mit den vorhandenen Rosen vorliebnehmen, auch wenn sie etwas anfälliger sind. Chemische Fungizide sind immer teuer, und das Sprühen selbst ist keine reizvolle Beschäftigung.

Viele Leute haben auch eine Scheu vor dem Gebrauch chemischer Mittel, über deren Langzeitwirkung wir tatsächlich wenig wissen. Erinnern wir uns an das DDT, das vor gar nicht langer Zeit als die Wunderwaffe gegen Schädlinge galt und das später doch als nicht harmlos erkannt und aus dem Handel gezogen wurde. Das alles will sagen, dass wir keinesfalls mehr als unbedingt nötig sprühen sollten.

Systemische Gifte

Dringen in das Pflanzengewebe ein. Einige Mittel, aber nicht alle, zirkulieren in den Pflanzensäften; deshalb ist es wichtig, dass die ganze Pflanze behandelt wird. Die systemischen Gifte haben den Vorteil, dass sie nicht vom Regen abgewaschen werden können und dadurch über mehrere Wochen hinweg wirken.

Pestizide und Fungizide

In den letzten Jahren wurden auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung große Fortschritte gemacht. Blattläuse sind kein ernstes Problem mehr, Mehltau kann unter Kontrolle gehalten werden, die Behandlung von Rost, etwa mit Rosenfluid oder Saprol, hat sich als überaus wirksam erwiesen, und Sternrußtau ist zwar nicht besiegt, aber stark eingedämmt. Unsere Liste soll Ihnen helfen, für das jeweilige Übel das richtige Mittel zu finden. Die meisten Chemikalien können auch gemischt werden, so dass Sie, wenn Ihre Rosen gleich von verschiedenen Leiden befallen sind, alles auf einmal sprühen können. Trotzdem sollten Sie die Anmerkung unten beherzigen und sich vergewissern, ob Sie auch das beste und wirkungsvollste Mittel besitzen. Unter Umständen kann durch die Verwendung der falschen Chemikalie die Rose alle Ihre Blätter verlieren.

Mehltau

Ist wahrscheinlich die häufigste Rosenkrankheit; ihre Sporen werden durch die Luft von einer Pflanze auf die andere übertragen. Die ersten Anzeichen sind meist kleine, grau und puderig aussehende Flecken an den Blättern, Blütenstengeln und Knospen. In ernsten Fällen breitet sich die Krankheit über die ganze Pflanze aus, hemmt ihr Wachstum und verhindert die Entwicklung der zweiten Blüten. Durch Mehltau stirbt zwar keine Pflanze ab, aber ihr Aussehen ist nachhaltig beeinträchtigt.

Wenn Mehltau rechtzeitig behandelt kann seine Verbreitung heutzutage verhindert werden. Am wirksamsten ist die Bekämpfung durch einen kräftigen Rückschnitt oder Sprühen mit Schwefelpräparaten. Leider ist die Behandlung einer üppigen Kletterrose oft schwierig, wenn sie z. B. an einer Hauswand emporrankt. Deshalb sollten die besonders anfälligen Kletterrosen eigentlich niemals an eine Wand gepflanzt werden, wo die Luftzirkulation immer mangelhaft ist.

Sternrußtau

Sternrußtau wird ebenfalls durch Sporen übertragen und erscheint oft in der Mitte des Sommers an den älteren, unteren Blättern der Rosensträucher. Die kleinen schwarzen Flecken werden schnell größter, das übrige Blatt wird gelb, welkt und fällt ab. Bei starkem Befall kann eine Rose völlig entlaubt und, abgesehen von der äußeren Beeinträchtigung, so geschwächt werden, dass sie eingeht, wenn die Krankheit immer wieder kommt. Sprühen hält die Krankheit unter Kontrolle; eine richtige Heilung gibt es noch nicht. Am besten ist es, die befallenen Blätter abzusammeln und zu verbrennen, damit sich die Sporen nicht verbreiten können. Die Sporen des Mehltaus und des Sternrußtaus können in den Blättern überwintern, die auf der Erde liegenbleiben, ebenso an den Stengeln und Stümpfen, die nicht ordentlich zurückgeschnitten wurden. In unserem Abschnitt „Rosenpflege“ haben wir schon über die Behandlung vor Beginn des Winters gesprochen.

Rosenrost

Befall von Rosenrost

Ist glücklicherweise nicht so verbreitet wie Mehltau und Sternrußtau. Die Rosen werden auch immer nur von gewissen Formen dieser Krankheit betroffen. Ein ernster Befall könnte die Rosenstöcke eingehen lassen. Bis vor kurzem wurde noch empfohlen, die kranken Pflanzen auszugraben und zu verbrennen; inzwischen gibt es ein Schädlingsbekämpfungsmittel, das die Krankheit völlig unter Kontrolle hält. Sie zeigt sich durch die Entstehung orangeroter Pusteln an der Unterseite der Blätter und sollte unverzüglich behandelt werden. Dies sind die Rosenkrankheiten, mit denen die meisten Gärtner irgendwann einmal in Berührung kommen. Außer ihnen gibt es noch tierische Schädlinge, die unsere Rosen bedrohen, vor denen wir uns aber sehr wirkungsvoll schützen können. Dazu müssen wir in der Lage sein, den Schädling zu identifizieren. Hier nun die verbreiteten und lästigen Insekten.

Blattläuse

Sie sind so bekannt, dass wir sie nicht mehr beschreiben müssen. Außer den grünen gibt es noch braune und rosa Exemplare, die sich an den jungen Trieben und Knospen festsetzen. Sie saugen den Pflanzensaft aus und geben dafür eine klebrige Substanz, den Honigtau, ab, auf dem sich Schimmel ansiedeln kann und der außerdem Ameisen anlockt. Die Blattläuse vermehren sich unglaublich schnell, deshalb ist prompte Bekämpfung sehr wichtig.

Blasenfüßler

Kleine, schwarze Insekten, die sich mit größter Geschwindigkeit bewegen. Wenn sie gestört werden, fallen sie ab, klettern aber sofort wieder an der Pflanze hoch. Sie kommen besonders in heißen, trockenen Sommern vor. Angebohrte Knospen und missgebildete Blüten sind ihr Werk. Einige Rosensorten sind aus unerfindlichen Gründen besonders anfällig. Als Gegenmittel wird gelegentlich empfohlen, Alufolie über die Erde unter den Pflanzen zu breiten, weil die Blasenfüßler das von unten reflektierte Licht nicht vertragen. Leider ist diese Methode in den meisten Gärten nicht praktikabel. Wirkungsvoller ist Spritzen mit Schädlingsbekämpfungsmittel.

Schaumzikaden

Kleine, grüne Insekten, die sich in den Achseln der Seitentriebe in einem weißen Schaumgespinst verstecken. Das weibliche Tier saugt den Pflanzensaft aus der Rose. Wenn der Befall gering ist, können Sie die Kapseln absammeln oder mit einem Eimer Wasser wegschwemmen, bevor Sie zum Spray greifen.

Rosenblattfloh

Sehr kleine, blassgelbe Insekten, die hoch in die Luft hüpfen, wenn sie gestört werden. Die Blätter rollen sich ein, und an der Unterseite der Blätter sind die abgeworfenen weißen Hüllen zu erkennen.

Raupen

Wenige Raupen können recht gut mit der Hand eingesammelt werden; bei schlimmerem Befall ist eine Behandlung Schädlingsbekämpfungsmittel angebracht. Es durchdringt die Blätter und trifft auch die Raupen, die sich zum Fressen in ein Blatt eingerollt haben.

Blattwespen

Blattwespenraupe

Dieser Schädling tritt seit einiger Zeit vermehrt auf. Die Blattwespe legt ihre Eier auf die Blätter, die sich dann der Länge nach aufrollen und die darin fressende Larve schützen. Sie ist dadurch nur schwer zu bekämpfen. Am wirkungsvollsten ist eine vorbeugende Behandlung, wenn auch der Befall schwer vorausgesagt werden kann. Andernfalls lohnt sich die Mühe, die Blätter zu entrollen, damit die Larven nicht von einem Blatt zum anderen ziehen.

Der Frühling

Wann sollten Rosen geschnitten werden?

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Die Entwicklung und das Wohlbefinden Ihrer Rosen hängen weitgehend von der Art des Rückschnitts ab. Aber alles, was über den Rückschnitt geschrieben wird, erscheint immer ungeheuer kompliziert. Der beste Weg wäre zweifellos, sich von einem erfahrenen Gärtner an Hand von Beispielen erklären zu lassen, worauf es ankommt. Wenn man einmal verstanden hat, was zu tun ist, und warum, dann hat der Rosenschnitt völlig seine Schrecken verloren.

Warum schneiden wir Rosen?

Bei Rosen sehen Sie, dass sie jedes Jahr neu von unten hertreiben und an diesen Zweigen die schönsten Blüten wachsen. Die alten Zweige im Inneren des Strauches sterben ab. Mit dem Rückschnitt bezwecken wir also, den Prozess der Erneuerung zu beschleunigen. Dabei entfernen wir natürlich auch gleich krankes und totes Holz.

Die Rosen sollten auch eine ausgeglichene Form bekommen, auch wenn das in einem Beet, wo die Rosen eng zusammenstehen, nicht so bedeutend ist. Außerdem sollte die Mitte des Rosenstocks ziemlich frei sein, damit überall Luft und Sonne hinkommen kann. Ein dichtes Gewirr von Zweigen in der Mitte muss unbedingt ausgedünnt werden, und wenn sich Zweige so kreuzen, dass sie aneinander reiben, sollte einer von ihnen entfernt oder zumindest gekürzt werden. In jedem Fall lohnt sich die Anschaffung einer guten Gartenschere, die viele Jahre Dienst tun kann. Sie sollte immer sauber und scharf gehalten werden. Mit einer stumpfen Schere werden die Schnitte raue und das Holz reißt und bietet eine Angriffsfläche für Krankheitserreger.

Zuerst sollte alles schwache, kümmerliche Holz entfernt werden, ebenso die streichholzdünnen Triebe, die oft an den Leitästen erscheinen, und nie mehr, als wenige kleine Blättchen hervorbringen. Schneiden Sie alles tote Holz einschließlich der Stümpfe ab, die womöglich noch von früheren (schlechten) Rückschnitten stehen. Wenn Sie hier mit der Schere nicht weiterkommen, nehmen Sie eine feinzahnige Säge. Totes Holz sieht braun oder grau aus und hat knorrige, runzlige Rinde. Als nächstes sind die kranken Zweige an der Reihe. Sie werden ganz entfernt oder aber bis zum ersten gesunden Auge nach der kranken Stelle gekürzt. Wenn Sie einen Stängel anschneiden und sehen, dass die Mitte braun ist, dann stirbt der Zweig allmählich ab. Schneiden Sie Auge für Auge tiefer, bis Sie auf gesundes, weißes Holz treffen. Möglicherweise finden Sie auch einige kräftige und anscheinend gesunde Zweige, die im Jahr zuvor geschnitten wurden, aber nur noch einige dünne Zweigchen ausgetrieben haben. Wenn das alles ist, können Sie auch in Zukunft nicht mehr erwarten und sollten diese Zweige ganz entfernen.

Teehybriden/Edelrosen

Lassen Sie nur 3-5 gesunde, grüne, feste Triebe stehen und kürzen Sie sie auf etwa 4-6 Augen. Der Schnitt wird 6 mm über einem Auge angesetzt und schräg nach unten, vom Auge weg, geführt. Wenn Sie kein Auge an der richtigen Stelle finden, müssen Sie das nächste geeignete, möglichst an der Außenseite des Stängels nehmen, damit der neue Trieb nach außen wächst. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn an der richtigen Stelle kein Außenauge da ist; der Strauch wird deshalb nicht weniger schön. Oft ist es so, dass der Schnitt korrekt am Außenauge vorgenommen wird, aber das innere darunter austreibt. Man kann der Pflanze immer nur den Weg weisen, ob sie ihm dann auch folgt, liegt nicht in unserer Entscheidung. Mehr gibt es über den jährlichen Rückschnitt von Teehybriden, so wie ihn der Hobbygärtner vornimmt, nicht zu sagen. Durch einen strengeren Rückschnitt bekommt man größere, aber auch weniger Blüten. Auf magerem, trockenem Boden ist ein eher zurückhaltender Rückschnitt angebracht. Wenn dann nicht regelmäßig Dünger und Humus zugesetzt werden, hat dieser Boden nicht mehr die Kraft, ein üppiges, neues Wachstum zu fördern.

Neugepflanzte Rosen

Sie werden grundsätzlich stärker zurückgeschnitten – bis auf 8-10 cm. Dadurch wird das obere Wachstum verzögert, und die Wurzeln haben mehr Zeit sich zu stärken. Rosen, die Sie im Frühjahr pflanzen, können gleich beschnitten werden. Zum richtigen Zeitpunkt für den Rückschnitt gibt es viele verschiedene Expertenmeinungen. Welche ist nun richtig? Wenn die Antwort darauf auch vage klingt, so kann sie eigentlich nur heißen – jede! Solange die Rose ihren Winterschlaf hält – das ist etwa von Ende November bis Ende März -, spielt es in mildem Klima keine Rolle, wann man schneidet. In Gegenden mit strengem Winter würden nach dem Herbstschnitt einige Zweige abfrieren, die aber nachträglich noch ausgeschnitten werden könnten. Das gleiche kann allerdings auch beim Frühjahrsschnitt passieren, wenn Spätfröste auftreten. Trotzdem ist es in kalten Regionen vernünftiger, den Rückschnitt Mitte März bis Mitte April vorzunehmen.

Floribundarosen

Sie wirken vor allem durch die Menge und Dauerhaftigkeit ihrer Blütenpracht und auch durch die Schönheit der einzelnen Blüte, wie die Teehybriden. Da sie auch ohne scharfen Rückschnitt üppig treiben, werden sie etwas weniger gekürzt, doch im Prinzip geht man genauso vor. Schwaches, krankes und totes Holz wird selbstverständlich ausgeschnitten und das gesunde bei einjährigen Pflanzen auf 3-5 Augen, bei mehrjährigen Pflanzen auf 4-6 Augen gekürzt. Kräftige Seitentriebe werden bis zum ersten oder zweiten Auge gekürzt. Aus sehr üppigen und hochwachsenden Sorten kann man im Laufe einiger Jahre prächtige Exemplare für die Einzelstellung und als Hintergrund einer Rabatte heranziehen. Wenn die Leitäste nur wenig zurückgeschnitten werden, produzieren sie sehr kräftige Seitentriebe, die wiederum im nächsten Jahr gekürzt werden und neu austreiben. Nach und nach entsteht so ein schöner, großer Busch, von dem nur hin und wieder Haupttriebe, wenn sie ihre Kraft verloren haben oder durch neue ersetzt werden, auszuschneiden sind.

Strauch- und Kletterrosen

Die Unterscheidung zwischen Strauch- und Kletterrosen!?

Es ist nicht immer ganz einfach, aber unbedingt notwendig, weil die beiden Arten auf verschiedene Weise geschnitten werden.

Einmal blühende Strauchrosen blühen am älteren Holz, d. h. an mehrjährigen Trieben. Diese Rosen werden in den ersten Jahren überhaupt nicht geschnitten. Bei ihnen muss nur das alte Holz ab und zu bis zur Basis ausgeschnitten werden, und zwar, sobald die Blütenzeit vorüber ist. Neue Triebe werden stattdessen angebunden. Bei einer üppigen, dornigen Sorte ist dies ein gefährliches Unternehmen, das Sie in jedem Fall nur mit dicken Handschuhen angehen sollten. Es ist manchmal einfacher, die langen Zweige Stück für Stück abzuschneiden und anschließend die Stücke einzeln herauszuziehen. Die verblühten Dolden dürfen Sie nicht entfernen, denn sie tragen im Herbst den üppigen Fruchtschmuck.

Zu den öfter blühenden Strauchrosen gehören die immer blühenden Lambertiana-Hybriden und Kordesii-Sorten, die oft als schwachwachsende Kletterrosen bezeichnet werden. Nach der Blüte schneidet man die verblühten Dolden ab, um raschen Durchtreiben und die Nachblüte zu fördern. Altes und krankes Holz wird entfernt, und die Triebe sollten um ein Drittel eingekürzt werden.

Kletterrosen

An diese Stelle gehören die Rosen, die lange Triebe bilden und eine Länge von 3-5 m erreichen können. Viele der neuen Sorten und einige der alten blühen in jeder Saison zweimal. Bis zum ersten Jahr nach der Pflanzung wird überhaupt nicht zurückgeschnitten. Besonders wichtig ist dies bei den kletternden Sorten, weil die meisten von ihnen am mehrjährigen Holz blühen. Viele Kletterrosen brauchen gar keinen, oder nur einen geringen Formschnitt, aber die meisten werden schöner, wenn man die Seitenäste im Winter auf 2-3 Augen kürzt. Die verblühten Dolden müssen entfernt werden. Einige Sorten treiben ungern von unten her aus und werden an der Basis leicht kahl. Es hilft oft, wenn man die Zweige möglichst waagrecht zieht, wodurch neue Seitentriebe angeregt werden; auch ein scharfer Rückschnitt des Leitastes bewirkt manchmal den Austrieb von unten. Auf jeden Fall muss überaltertes Holz jährlich ausgelichtet werden. Wenn dies alles nichts nützt, sollte man eine andere Pflanze vor die Rosen setzen, aber nicht zu nahe, damit sie ihr nicht zu viel Nahrung entzieht.

Hochstammrosen

Sie gehören entweder zu den Teehybriden oder zu den Floribundarosen und werden dementsprechend behandelt. Die Ausgewogenheit der Krone sollte beim Rückschnitt besonders beachtet werden, da die Hochstammrosen meistens von allen Seiten betrachtet werden können.

Trauerrosen

Sie werden aus Strauchrosen gezogen, wobei sich die erste Gruppe der kleinblütigen Rosen vorzüglich eignet, deren lange biegsame Äste sich schon von Natur aus nach unten neigen. Der Schnitt ist wieder der gleiche wie bei der eigentlichen Strauchform oder Strauchrosen. Altes Holz wird nach der Blüte völlig ausgeschnitten. Bei der zweiten Gruppe wird das alte Holz über oder auch unter (wenn die Zweige hängen sollten) einem neuen Austrieb abgeschnitten.

Miniaturrosen

Die Sorten, die dicht und verästelt wachsen, müssen bei Bedarf ausgedünnt und einige Triebe, die jedes Jahr absterben, entfernt werden. Einige der üppigeren Sorten treiben gelegentlich überlange Zweige, die das Bild stören; sie sollte man ebenfalls kürzen. Hier ist eine Nagelschere das richtige Werkzeug.

Wildrosen

Sie bleiben in den ersten Jahren völlig sich selbst überlassen. Auch wenn es scheint, als bräuchten sie einen Formschnitt, sollte man nicht mehr tun, als bei Bedarf das tote Holz ausschneiden. Ein scharfer Schnitt würde ihren natürlichen Charakter zerstören, der ja gerade ihren Charme ausmacht. Außer dem Ausschneiden von altem und totem Holz, das bei allen Wild- und Strauchrosen nötig ist, werden bei den meisten Gruppen, wie den Alba-Centifolia- und Damaszener-Rosen, die Seitentriebe um zwei Drittel gekürzt, und zwar am besten nach der Blüte, um neues Wachstum anzuregen, auch wenn die meisten ganz gut ohne Pflege gedeihen. Kürzt man hin und wieder einen Hauptast kräftig, fördert dies den Austrieb neuer Zweige weiter unten. Wenn Rugosa- und Gallica-Rosen als Heckenpflanzen wachsen, sollten sie ab und zu in Form gebracht werden, wobei man sich selbstverständlich an ihr natürliches Grundwachstum hält. Mit Heckenrosen kann man keinesfalls eine so gleichmäßig gestutzte Hecke, wie z. B. bei Buchsbaum und Eibe, erwarten.

Die hagebuttentragenden Wildrosen werden, wenn nötig – anders als die anderen -, im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten. Als Anleitung gilt der Rückschnitt großer Floribundarosen, den wir schon im entsprechenden Abschnitt beschrieben haben.

Beachten Sie den Pflegeschnitt im Sommer! Einmal wöchentlich sollte man verblühte Rosen abschneiden. Keinesfalls sollte es zur Bildung von Hagebutten-Früchten kommen.

Düngen im Frühjahr: Eine mäßige Volldüngung zwischen Ende Mai (Austrieb) und Anfang Juni (Blütenflor).

Der Frühling

Wie sieht Rosenpflege aus?

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Ob Sie nun winzige Zwergröschen oder riesige Kletterrosen ziehen, die richtige Pflege ist für gesundes Gedeihen von außerordentlicher Bedeutung. Hier erfahren Sie, welche ständige Pflege Ihre Rosen brauchen, wann Sie düngen und die welken Blätter abschneiden sollten, aber auch, wie Sie Rosen durch Stecklinge vermehren können. Mit dem Rückschnitt Ihrer Rosen befassen wir uns im nächsten Abschnitt.

Im Winter gibt es fast keine Arbeit mit den Rosenstöcken. Ihre einzige Aufgabe ist es, die schlafenden Rosen wenigstens einmal, besser aber zwei- oder dreimal mit Bordeausbrühe zu besprühen, um überwinternde Krankheitskeime abzutöten. Diese Behandlung ist günstig für die Gesundheit der Pflanzen im nächsten Jahr.

Düngen und Mulchen

Nach dem Frühjahrsschnitt wird ein Spezialdünger, entsprechend der Gebrauchsanweisung, um jeden Rosenstock verteilt und locker eingehackt. Wenn es nicht regnet, muss danach gründlich gewässert werden.

Im April, wenn die Erde schon etwas wärmer wird, ist die beste Zeit, die Rosen zu mulchen. Die Mulchschicht während einer Trockenperiode zu legen hat allerdings wenig Sinn. Es gibt drei gute Gründe, jährlich zu mulchen: Einmal wird dadurch Unkraut am Wachsen gehindert, zum anderen wirkt die Mulchschicht düngend, wenn sie zerfällt, und schließlich hält sie die Feuchtigkeit in der Erde. Das kann sie natürlich nur tun, wenn überhaupt Feuchtigkeit in der Erde ist, anderenfalls trocknet sie selbst aus und nimmt dann beim nächsten Regen so viel Wasser auf, dass kaum noch etwas in den Boden dringen kann. Insbesondere Grasschichten werden zu einer nahezu undurchdringlichen Masse, wenn sie nicht ganz dünn verteilt werden.

Zupfen Sie zuerst alles Unkraut aus und verteilen Sie dann das Mulchmaterial 5 – 8 cm dick auf dem ganzen Beet. Stallmist ist ideal für Rosen, weil er genau die Nährstoffe hat, die die Pflanzen brauchen, und außerdem humusbildend wirkt. Wenn sie keinen Stallmist bekommen können, tut es auch gut verrotteter Gartenkompost. Auch Brauereitrebern und Torf kommen in Frage, obwohl sie keinen wirklichen Düngewert haben, sondern nur bodenverbessernd wirken, wenn sie später untergearbeitet werden. Torf sieht zweifellos am ordentlichsten aus, wird aber leider ständig teurer. Er hilft, schweren Boden zu lockern und leichten feuchtigkeitsbindender zu machen.

Ende Mai ist es Zeit für die zweite Düngegabe. Wenn Sie noch ein drittes Mal düngen wollen, um die Rosen für die Herbstblüte zu stärken, sollte das nicht später als Ende Juli geschehen, weil sonst die Zweige vor dem Winter nicht genügend ausreifen können und sehr frostgefährdet sind

Verwelkte Blüten

Wie bei allen Blütenpflanzen entwickeln sich auch bei der Rose aus der Blüte Früchte. Sie verbraucht dazu einen großen Teil ihrer Kraft, die sonst neuen Blüten zugute käme. Wenn die Früchte (Hagebutten) entfernt werden, treibt die Pflanze wieder neue Blüten. Dieser Sommerschnitt hat auch noch den Vorteil, dass man dabei gleichzeitig die oft unansehnlichen welken Blüten der Rosensorten entfernt, der Blütenblätter nicht von selbst abfallen. Brechen Sie die Blütenstände nicht einfach ab; es ist wesentlich besser und führt auch schneller zu neuer Blütenbildung, wenn Sie über dem nächsten kräftigen Auge abschneiden oder bei Floribundarosen unter dem welken Blütenbüschel. Entfernen Sie so wenig Holz und Blätter wie möglich; das schwächt die Rose nur unnötig.

Wie man Ausläufer behandelt

Nahezu alle Rosen, die aus einer Rosengärtnerei stammen, wachsen auf einer Unterlage, die üppiger wächst als die Edelrose – oft auf Rosa canina oder einer ihrer zahlreichen Formen. Die Ausläufer sind ein Versuch der Unterlage, wieder eigene Triebe zu produzieren.

Wenn Sie nicht sofort entfernt werden, geht alle von den Wurzeln ausgehende Kraft in sie hinein und für die aufgepfropfte Rosensorte verloren. Die Unterlage würde schließlich die Oberhand gewinnen und die Edelrose absterben. Den Ausläufer als solchen zu erkennen, ist für den unerfahrenen Gärtner schwierig, besonders wenn verschiedene Unterlagen verwendet wurden, die auch ganz verschieden aussehen. Manchmal ist der Ausläufer einfach zu erkennen, wenn es sich um einen sehr hellgrünen Trieb mit nur wenigen Blättchen handelt. Diese Triebe sehen ganz anders aus, als die der Teehybriden und Floribundarosen, aber das ist nicht immer ein sicheres Merkmal. Mit einiger Erfahrung erkennen Sie von der Unterlage ausgehende Triebe sofort, aber bis dahin sollten Sie sichergehen und den Ausläufer erst einmal bis zu seinem Ursprung verfolgen.

Wenn Sie nur ein bisschen Erde beiseite schieben, können Sie erkennen, woher der Trieb kommt. Wenn er unter dem Hals (der Verdickung, der die Leitäste entspringen) auswächst, ist es ein Ausläufer der Unterlage. Sie sollten ihn, wenn möglich, nicht nur abschneiden, sondern ganz ausreißen. Sie können dann damit rechnen, dass keine Ansätze mehr da sind, die wieder neue Ausläufer bilden. Schneiden Sie den Trieb dagegen nur ab, wächst er um so kräftiger nach. Mit dieser schnellen und gründlichen Behandlung wird man Ausläufer relativ leicht los. Problematischer ist es, wenn sie mitten aus einem alten Wurzelgeflecht oder direkt unter dem Rosenstock entspringen. Dann bleibt nichts anderes übrig, als immer wieder so weit wie möglich zurückzuschneiden und ein wachsames Auge auf den Stock zu halten – die Wahrscheinlichkeit, dass Ausläufer immer wieder nachwachsen, ist groß.

Der Stamm einer Hochstammrose ist Teil dieser Unterlage, und alle Triebe, die an diesem Stamm erscheinen, sind eine Art Ausläufer und sollten schnell ausgebrochen werden.

Bei vielen Teehybriden sitzen am Ende eines Stengels gleich mehrere Knospen. Für den gewöhnlichen Gartenbedarf ist das nicht weiter störend; wenn Sie jedoch größere (und damit weniger) Blüten bekommen möchten, sollten Sie nur die mittlere Knospe stehen lassen und alle anderen entfernen, sobald das ohne Schaden für die Hauptblüte möglich ist. Auch wenn Sie an Ausstellungen teilnehmen möchten, müssen Sie Ihre Rose entknospen. Bei einigen Rosensorten entwickeln sich so viele Knospen, dass Sie in jedem Fall einige mit Daumen und Zeigefinger abzwicken und entfernen sollten.

Warum Herbstschnitt

Der Herbstschnitt dient nicht mehr der Förderung neuen Wachstums. Man möchte nur die Zweige der Teehybriden und Floribundarosen widerstandsfähiger gegen die Einwirkungen des Winters machen, indem man sie Anfang November um 1/3 kürzt. Bei hohen Sorten, die unter dem Winter mehr leiden, ist das besonders wichtig.

Säubern der Rosenbeete

Auch das Zusammenrechen und Verbrennen des Rosenlaubs gehört zu den Herbstpflichten; man verhindert damit, dass Krankheitskeime darin überwintern. Alle Blätter, die Anzeichen der Schwarzfleckenkrankheit zeigen, sollen abgezupft und verbrannt werden. Das ist, besonders, wenn man viele Rosenstöcke hat, eine Menge Arbeit. Noch besser ist es, wenn Sie schon den ganzen Sommer über immer wieder auf kranke Blätter achten und sie entfernen, und das auch bis in den Herbst hinein fortsetzen. Die Mühe zahlt sich im folgenden Jahr aus. Hacken Sie schließlich noch den Boden leicht durch, um die Frühjahrsmulchschicht unterzuarbeiten und Unkraut zu entfernen.

Stecklinge

Sie können Ihren Bestand an Rosen durch eigene Stecklinge vermehren; aber Sie sollten wissen, dass nicht alle Arten gleich gut dafür geeignet sind und dass manche, auch wenn sie angehen, allein nicht so üppig wachsen, wie auf einer Unterlage. Dafür haben Sie allerdings dann auch keinen Ärger mit Ausläufern und keinerlei Kosten. Bei vielen Teehybriden wachsen die Stecklinge nur schlecht an – Sie sollten es aber durchaus auf einen Versuch ankommen lassen. Floribundarosen sind im allgemeinen williger, ebenso auch die Zwerg- und Moosröschen sowie die meisten Kletter- und Strauchrosen. Von diesen wiederum sind einige Sorten, wie z. B. von Rosa gallica, R. rugosa (wenn sie wurzelecht sind), und Arten z. B. der Spinosissimagruppe, so unkompliziert, dass man einfach schon bewurzelte Ausläufer abschneiden kann.

Von den anderen Rosen können Sie jederzeit zwischen September und November Stecklinge schneiden. Wählen Sie einen kräftigen, gut ausgereiften Reis ohne Seitenästchen – der etwa im Frühsommer gewachsen sein sollte – und machen Sie einen glatten Schnitt, direkt unter dem letzten Auge. Machen Sie noch einen schrägen Schnitt, ungefähr 25 cm vom ersten entfernt und wie beim Rückschnitt über einem Auge. Aus einem langen Trieb können Sie zwei oder drei Stecklinge schneiden. Von der weichen, markigen Spitze sollten Sie besser nichts nehmen. Wenn Sie verschiedene Stecklinge geschnitten haben, kennzeichnen Sie sie und legen sie in eine Plastiktüte, damit sie nicht austrocknen.

Heben Sie einen schmalen Graben, etwa 15 cm tief, aus und füllen Sie bei schwerer Erde den Grund mit einer Mischung aus scharfem Sand und Torf. Stecken Sie dahinein die Ableger mit 15 cm Abstand und so, dass 15 cm ihrer Länge unter der Erdoberfläche sind; füllen Sie den Graben wieder auf und treten Sie die Erde fest. Wenn Sie die Enden vor dem Pflanzen anfeuchten und sie in ein Präparat zur Förderung der Wurzelbildung tauchen, erhöhen Sie die Erfolgschancen.

In leichter, sandiger Erde ist es nicht nötig, einen Graben auszuheben. Es reicht, wenn Sie eine lange, gerade, 15 cm tiefe Furche machen, indem Sie den Spaten in die Erde stoßen und mehrmals hin und her bewegen. Dahinein werden die Stecklinge gesetzt, und die Erde wird wieder festgetreten. Bis zum nächsten Herbst bleiben die Stecklinge an ihrem Platz; dann werden die bewurzelten an ihren endgültigen Platz umgesetzt. In zwei bis drei Jahren haben Sie vollwertige Pflanzen. Die Vermehrung durch Stecklinge ist zwar eine einfache, aber keineswegs schnelle Art, den Bestand zu vermehren.

Vermehrung durch Okulieren

Dies ist die wesentlich schnellere Art, zu mehr Rosenstöcken zu kommen. Auch in Baumschulen und Gärtnereien werden auf diese Weise neue Pflanzen herangezogen. Dabei wird eine Knospe oder „Auge“ von einer vorhandenen Rose auf eine Unterlage gepfropft, wo sie – mit Glück – anwächst. Die Methode an sich ist wesentlich komplizierter als die Vermehrung durch Stecklinge und erfordert einige Geschicklichkeit. Die nötigen Handgriffe sind allerdings durchaus erlernbar. Die nötigen Unterlagen können Sie sicher irgendwo bekommen, eventuell auch bei einem Spezialhändler, dort aber oft nur in Mengen über 25 Stück. Im Herbst pflanzen Sie diese Stöcke auch einen freien Platz mit 60 cm Abstand. Im Winter etablieren sich die Pflanzen und fangen schließlich im Frühjahr an zu wachsen. Im ausgehenden Sommer beginnen Sie mit den Vorbereitungen für Ihre Unternehmen; am besten warten Sie etwas regnerisches Wetter ab. Schneiden Sie von der Rose, die Sie vermehren möchten, einige Sprossen mit kräftigen, schlafenden Augen. Zweige, die im Sommer geblüht haben, sollten jetzt ausgereift sein und sind sehr geeignet. Lassen Sie alle bis auf einen in der Plastiktüte, damit sie nicht austrocknen.

Mit einem sehr scharfen Messer machen Sie einen Einschnitt in das Zweigstück der zu vermehrenden Rosensorte, angefangen von 12 mm über einem Auge bis 12 mm darunter. Zupfen Sie die Blätter ab, aber lassen Sie die Blattstiele zum Anfassen stehen. Nun wird mit dem Daumennagel oder dem Okuliermesser das Auge mit dem dahinterliegenden Holz und Mark herausgelöst, an beiden Enden bootförmig zurechtgeschnitten und mit dem Fingernagel vorsichtig zur Seite gelegt. Bereiten Sie jetzt die Unterlage vor. Schieben Sie vom unteren Ende des Wurzelhalses etwas Erde beiseite und wischen Sie ihn mit einem nassen Lappen ab. Mit der Messerspitze machen Sie einen T-Schnitt in die Rinde des Halses; der Längsschnitt sollte ungefähr 19 mm lang sein. Lösen Sie vorsichtig die Rinde zu beiden Seiten des Längsschnittes als Dreieck ab, aber ohne sie zu beschädigen oder abzureißen.

Fassen Sie jetzt das Auge an dem Blattstiel an und führen Sie es vorsichtig in den T-Schnitt unter die Rinde. Binden Sie alles mit Bast fest, nur nicht direkt über dem Auge. Es gibt auch spezielles Okulierband, das man sehr einfach anbringen kann. Es ist flexibel und gibt der wachsenden Knospe nach. Bast verrottet von allein, ungefähr zu der Zeit, wenn das Auge angewachsen ist und nicht mehr festgehalten werden muss.

Im nächsten Frühjahr müsste das Edelauge angewachsen sein; allerdings sollten Sich auch zunächst mit einigen Versagern rechnen, zumindest bis Sie die Handgriffe perfekt beherrschen. Wenn der neue Trieb kräftig wächst, können Sie alle oberen Teile der Unterlage abschneiden; alle Kraft der Wurzeln soll jetzt in die neue Rose gehen.

Eine Zeit lang ist der Pfropftrieb, auch wenn er gut angewachsen ist, noch nicht sehr stabil. Es ist dann ratsam, ihn mit einem Stöckchen zu unterstützen, das man in den Boden daneben steckt, um ihn vor heftigen Bewegungen zu bewahren. Seien Sie beim Anbinden sehr vorsichtig, dass Sie den Trieb nicht abknicken. Im nächsten Herbst wächst Ihre neue Rose schon kräftig und Sie können sie an ihren endgültigen Platz umsetzen.

Wenn Sie Hochstammrosen okulieren und eine ausgeglichene Krone bekommen möchten, sollten sie wenigstens zwei Augen pfropfen, jedes 2 – 3 cm über dem vorhergehenden und auf verschiedenen Seiten der Unterlage. Die gilt für Rugosa-Unterlagen. Bei Canina-Unterlagen können Sie die Augen in die kräftigen Seitentriebe, soweit unten wie möglich, pfropfen.

Das Einwintern von Rosen bereitet im allgemeinen keine Schwierigkeiten. Weil bei den Stammrosen die Veredelungsstellen unterhalb der Krone liegen, sind sie sehr frostgefährdet. Lockern Sie den Wurzelballen, biegen Sie die Krone zur Erde und befestigen sie. Wenn Sie nun Wurzelballen und Krone mit Erde behäufeln, werden Sie Ihre Rosen gut über den Winter bringen.

Tipp: Für Rosenstecklinge verwendet man junge Triebe, die man unter dem ersten Auge und dann noch einmal 25 cm weiter oben über einem Auge abschneidet. Alle Blätter bis auf die beiden obersten werden abgezupft. Man steckt sie mit 15 cm Abstand in einen 15 cm tiefen Graben und lässt sie bis zum nächsten Herbst darin.

Der Frühling

Wie finde ich den richtigen Standort für Rosen und ihre Pflanzung?

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Nachdem wir einiges über Rosen erfahren haben, wollen wir nun über den richtigen Standort und die Pflanzung sprechen. Rosen brauchen viel Sonne, obwohl es auch einige Klettersorten gibt, die mit einer Nordwand zufrieden sind. Sie gedeihen auf fast jedem Boden, nur in ausgesprochen kalkiger Erde kommen sie nicht zur vollen Entfaltung, gute, mittelschwere Erde it die richtige, so dass Sie allzu leichter Erde reichlich Humus zusetzen und schwere Erde mit Torf und anderen Beimischungen leichter und durchlässiger machen sollten. Ausreichende Entwässerung ist überhaupt sehr wichtig, denn obwohl die meisten Rosen viel Wasser brauchen, vertragen sie doch eher Trockenheit als ständige Nässe. Suchen Sie einen freien, aber nicht allzu windigen Standort, möglichst nicht im Windkanal zwischen zwei Häusern oder im Schatten unter Bäumen, wo sich die Pflanzen nach der Sonne strecken müssen und dabei lang und dünn werden und wo sie mit den Baumwurzeln um Wasser und Nahrung konkurrieren müssen.

Wie viele Rosen Sie in Ihr Beet pflanzen können, ist nicht nur eine Frage der Mittel, sondern auch der Sorte, die Sie ausgesucht haben. Wenn Sie Rosen schon zuvor in einem Garten gesehen haben, wissen Sie ungefähr, wie hoch und breit sie später werden. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte, grob gerechnet, ungefähr 45 cm betragen, und zwar gleichermaßen für Teehybriden wie Floribundarosen. So kommt genügend Luft an die einzelnen Pflanzen und Sie können dazwischen hacken und gießen.

Pflanzen Sie Ihre neuen Rosen nicht in ein Beet, in dem schon jahrelang Rosen standen. Man könnte sagen, dass die Erde der Rosen überdrüssig geworden ist und die neuen Stöcke nicht mehr richtig gedeihen lässt. Sie müssten entweder die Erde vollständig austauschen, was die Leute eine Weile beschäftigt, oder einen anderen Standort suchen. Wenn Sie nur einen einzelnen Rosenstrauch innerhalb einer Gruppe austauschen müssen, sollten Sie ein 45 cm großes und 40 cm tiefes Loch graben und neue Erde einfüllen – kein Vergnügen, aber lohnend.

Vorbereitung der Pflanzenstelle

Rosen erfreuen uns zwanzig Jahre und länger mit ihrer Blütenpracht, so dass es nur lohnend und gerecht ist, ihnen die bestmöglichen Lebensbedingungen zu schaffen. Die erforderlichen Vorbereitungen hängen hauptsächlich von der Art des Boden ab. Unter Umständen, wenn die Erde kaum durchlässig ist, kann es nötig werden, erst einmal eine Dränageschicht anzulegen oder zumindest poröse Stoffe unterzuarbeiten. Leichte, sandige Erde braucht dagegen Zusätze, die das Wasser zumindest etwas halten. Weil die Wurzeln außer Wasser auch Luft zum Gedeihen brauchen, ist es sehr wichtig, schwere Erde nachhaltig zu lockern.

Durch doppeltes Umgraben lockert man die Erde von Grund auf, nur sollte man darauf achten, dass die Humusschicht da bleibt, wo sie hingehört, nämlich oben. Es ist auch eine gute Methode, auf den Grund des Grabens zerteilte, umgedrehte Grassoden zu legen und dann gut verrotteten Kompost Lauberde, Torf, Stallmist oder eine Mischung aus alledem aufzufüllen, zusammen mit einer großzügigen Menge Hornspäne.

Diese Arbeit sollten Sie irgendwann im frühen Herbst vornehmen, ungefähr acht Wochen, bevor Sie Ihre neuen Rosenstöcke kaufen oder bekommen. Dann hat die Erde Zeit, sich zu setzen, und Sie können sich von dieser Arbeit erholen. Auch wenn Sie vielleicht oft dabei stöhnen, können Sie sicher sein, dass sich die Mühe lohnt; denn Rosen auf gutem Boden wachsen und blühen nicht nur üppiger, sie sind auch wesentlich widerstandsfähiger gegen alle möglichen Krankheiten.

Schließlich noch einige Tips für besondere Probleme. 1,5 Gips pro qm auf dem Boden des ausgegrabenen Beetes verteilt, helfen langfristig lehmigen Unterboden zu lockern. Auf sehr leichtem, sandigem Boden ist doppeltes Umgraben nicht nötig, weil Wurzeln und Wasser leicht durchdringen können, und auch nicht ratsam, weil das Wasser durch eine gelockerte Unterschicht noch leichter verschwindet, was keinesfalls der Sinn der Sache ist. Hier ist es praktischer, kräftig Humus in die obere Schicht einzuarbeiten. Wenn Ihr Garten stark kalkhaltige Erde mit nur einer dünnen Humusschicht hat, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mindestens 45 cm tief auszugraben und in die Erde reichlich Torf einzuarbeiten. Am besten gedeihen Rosen in leicht saurer Erde mit einem pH-Wert von 6,0 – 6,5.

Wann und wie man Rosen pflanzt

Im allgemeinen ist der November der günstigste Pflanzenmonat. Die Erde ist dann noch warm genug, um den Wurzeln das Eingewöhnen zu erleichtern. Wenn Sie Ihre Rosenstöcke nicht gleich nach dem Kauf einpflanzen können, weil Sie vielleicht gerade keine Zeit haben oder weil die Erde etwas gefroren oder von anhaltendem Regen zu nass ist, dann lassen Sie die Pflanzen am besten verpackt und lagern sie kühl und frostsicher. Wenn Sie noch längere Zeit nicht endgültig pflanzen können, sollten Sie die Stöcke, sobald es das Wetter erlaubt, einschlagen. Legen Sie die Pflanzen in eine Grube, die Sie in einer Ecke des Gartens gegraben haben, und füllen Sie mindestens 15 cm Erde über die Wurzeln. So können sie einige Wochen überleben; trotzdem sollten Sie jetzt keine Gelegenheit versäumen, die Stöcke sobald wie möglich an ihren endgültigen Platz zu bringen.

Ob Sie nun gleich einpflanzen oder die Rosen zuerst einschlagen, auf jeden Fall sollten Sie sich die Pflanzen nach dem Auspacken genau ansehen. Bei Versandbestellungen sollten Sie die Etiketten kontrollieren, um zu überprüfen, ob Sie auch wirklich das Bestellte erhalten haben; schließlich können auch beim zuverlässigsten Händler Fehler passieren. Als „erste Qualität“ bezeichnete Rosen sollten mindestens zwei gesunde, wenigsten bleistiftdicke Zweige haben, mit glatter, unbeschädigter Rinde; der Hals muß mindestens 16 mm dick sein und das Wurzelgeflecht gesund und faserig aussehen. Schneiden Sie alle noch vorhandenen Blätter und eventuell gebrochene Zweige bis unter die Bruchstelle ab. Besonders lange Wurzeln werden gekürzt, um die dünnen, nahrungsaufnehmenden zu fördern. Wenn der ganze Stock etwas trocken aussieht, stellen Sie ihn für eine Stunde in einen Eimer mit Wasser. Während dieser Zeit können Sie die Pflanzmischung vorbereiten, die bei guter Erde zwar nicht unbedingt notwendig ist, aber den Start doch erleichtert. Rechnen Sie für jede Pflanze eine große Schaufel voll, bestehend aus gleichen Teilen Erde und nassem Torf, gemischt mit einer Handvoll Hornspäne oder Spezialrosendünger. Den Dünger sollten Sie niemals mit bloßen Händen anfassen.

Graben Sie die Pflanzlöcher breit genug, dass sich die Wurzeln möglichst gleichmäßig ausbreiten können, und tief genug, dass der Wurzelhals 15 mm unter der Erde liegt. Nehmen Sie den Wassereimer direkt mit an die Pflanzenstelle, damit die Wurzeln nicht noch einmal trocken werden, Stellen Sie die Rose in das Loch, legen Sie die Wurzeln gleichmäßig nach allen Seiten aus und prüfen Sie die Höhe mit einem Stöckchen, das Sie über die Grube legen. Füllen Sie eine Schaufel Pflanzerde über die Wurzeln, drücken Sie etwas an und füllen Sie dann endgültig mit Erde auf. Zum Schluss schlämmen Sie jede Rose mit mindestens acht Liter Wasser ein. Nach einigen Wochen wird die Erde noch etwas festgedrückt, besonders, wenn in der Zwischenzeit Frost war, der die Pflanzen gelockert hat.

Kletterrosen, die an der Hauswand wachsen sollen, wo es normalerweise sehr trocken ist, brauchen eine etwas andere Behandlung. Pflanzen Sie wenigstens 45 cm von der Wand entfernt und legen Sie die Wurzeln von der Wand weg, damit sie nicht vom Wind beschädigt werden.

Hochstämme und Strauchrosen

Hochstammrosen werden mit der mitgelieferten Stütze gepflanzt. Sie sollte lang genug sein, um bis in die Krone der Pflanze, aber nicht darüber hinaus zu reichen, um sie dort zu stützen. Verbinden Sie Rose und Stütze mit einer Plastiklasche, die einen Puffer dazwischen hat, zunächst nur lose, damit keine Abschürfung entsteht, wenn die Pflanze noch etwas absinkt. Nach einer Woche können Sie die Lasche fester, aber auch nicht zu fest anziehen. Wenn Sie eine Strauchrose pflanzen wollen, sollten Sie zuvor gut überlegen, ob Sie ihr auch später, bei voller Größe, noch genug Platz bieten können.

Container-Pflanzen

Container-Pflanzen sind seit einiger Zeit schon sehr beliebt Sie sollten sich diese Pflanzen vor dem Kauf ganz genau ansehen, ob sie dem Standort entsprechen, und vor allem, ob sie auch tatsächlich im Container gewachsen sind und nicht nur zum Verkauf hineingesteckt wurden. Sie haben den großen Vorteil, dass man sie praktisch das ganze Jahr über pflanzen kann, selbst in voller Blüte, vorausgesetzt, der Wurzelballen wird nicht zu sehr gestört. Sie sollten jedoch nicht den Fehler begehen, einfach ein Loch in Containergröße zu graben und die Pflanze hinzustecken. Besonders in schwerem Boden würde bei Regen daraus ein Sumpfloch, aus dem das Wasser nicht abfließen kann, und durch dessen Wände die Wurzeln schwer dringen können. Graben Sie ein mindestens 30 cm großes Loch aus und lockeren Sie die Untererde, damit sie durchlässiger wird. Wässern Sie die Rose noch im Container und prüfen Sie, ob das Loch tief genug ist. Schneiden Sie den Container an allen vier Seiten auf und ziehen Sie ihn nach unten ab; füllen Sie das Loch mit Pflanzmischung, treten Sie die Erde fest und schlämmen Sie die Pflanze gut ein.

Rosen im Gewächshaus

Rosen sind eigentlich keine Warmhauspflanzen, aber sie können trotzdem zumindest einen Teil des Jahres im Gewächshaus verbringen, wodurch es möglich ist, die Sträucher schon lange vor der Freilandblüte zum Blühen zu bringen.

Nehmen Sie je nach Rosen-Sorte 20 – 25 cm Töpfe und legen Sie auf den Boden 2 – 3 cm Scherben; häufeln Sie über die Scherben eine dünne Schicht zerkleinerten Torf oder verwelkten Kompost und füllen Sie mit TKS2 oder 3 auf. Pflanzen Sie die Rosen schon im November, und zwar so tief, dass noch ein Rand von 2-3 cm frei bleibt für Wasser und Flüssigdünger. Die größeren Wurzeln müssen im allgemeinen kräftig zurückgeschnitten werden, um überhaupt in den Topf zu passen. Dafür bilden sich in kurzer Zeit neue, dünnere Wurzeln. Die Erde wird fest angedrückt, und alle Blätter und Knospen entfernt man. Lange Triebe sollten etwas gekürzt werden. Bis Anfang Dezember kann der Topf im Freien bleiben; erst dann sollte man ihn ins Treibhaus bringen.

In einem Kalthaus entwickeln sich die Blüten bis etwa Ende Mai, für frühere Blüte ist zusätzliche Wärme nötig. Frische Luft, besonders von oben, ist grundsätzlich sehr wichtig, und bei warmen, sonnigem Wetter auch Sonnenschutz. Schneiden Sie die Pflanzen Ende Dezember zurück und warten Sie mit der künstlichen Wärme dann noch mindestens zehn Tage.

Die Rosen brauchen einen kräftigen Rückschnitt bis auf zwei bis drei Augen, sonst werden sie später lang und dünn. Genießen Sie zuerst mäßig und erst bei erkennbarem Wachstum mehr. Einmal in der Woche sollten Sie die Töpfe gründlich durchwässern und acht Wochen nach dem Rückschnitt dem Wasser Flüssigdünger zusetzen.

Wenn Sie nur wenige Rosenstöcke besetzen, können Sie Raupen und Blattläuse leicht mit der Hand entfernen. Mehltau lässt sich durch ausreichende Belüftung vermeiden,. Wenn Sie trotzdem sprühen müssen, sollten Sie die Töpfe ins Freie bringen, damit Sie nicht möglicherweise schädliche Chemikalien einatmen.

Wenn die Blütezeit im Gewächshaus gegen Ende Mai vorüber ist, gewöhnen Sie Ihre Rosen allmählich wieder ans Freiland, indem Sie die Heizung (falls vorhanden) abstellen und die Lüftungsklappen offenlassen. Nach etwa zwei Wochen können Sie die Töpfe an einem geschützten Platz bis zum Rand in Asche eingraben und bis Dezember stehenlassen. Wenn es nötig sein sollte, werden die Rosen zu diesem Zeitpunkt zunächst umgetopft.

Wenn man Rosen pflanzt sollte man folgende Schritte beachten.

  1. Das Loch muss so breit sein, dass man die Wurzeln gut ausbreiten kann
  2. Die Umhüllung wird vorsichtig entfernt
  3. Die Wurzeln werden ausgelegt und die Höhe kontrolliert
  4. Die Pflanzmischung wird um die Wurzeln verteilt
  5. Vor dem Schlämmen wird Erde aufgefüllt.
Der Frühling

Was Sie unbedingt über Rosen wissen sollten!

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Rosen – Königin der Blumen

Eine der wohl schönsten und beliebtesten Gartenpflanzen ist die Rose, die Königin unter den Blumen. Seit Urzeiten begleitet und erfreut sie den Menschen und ist wie keine andere Blume eng verwolben mit seinen Mythen und Legenden.

Wenn Sie sich also dazu entschließen, in Ihrem Garten Rosen zu ziehen, so bedeutet das nicht nur eine ästhetische und optische Bereicherung Ihres Gartens. Vielmehr werden Sie sehr bald feststellen, dass von der Beschäftigung mit Rosen eine besondere Faszination ausgeht, die auch in unserer hastigen Zeit noch spürbar ist und dem Hobbygärtner wie dem Fachmann viel Freude und beschauliche Stunden gärtnerischer Tätigkeiten bereitet.

Verschiedene Sorten und Höhen

Im allgemeinen pflanzt man nicht mehrere Rosensorten oder -farben in ein Beet zusammen, was aber letztlich eine Geschmacksfrage bleibt. Pflanzen einer Sorte erreichen ziemlich die gleiche Höhe und sehen blühend in der Menge reizvoll aus; nur blühen einige Sorten in der Mitte des Sommers, wenn ohnehin wenig blühende Gewächse im Garten sind, oft längere Zeit nicht. Ein gemischtes Beet mit blühenden und nicht blühenden Rosenstöcken sieht leicht unruhig aus. Wenn dagegen, über längere Zeit, alle auf einmal blühen, ist dies ein phantastischer, farbenfroher Anblick. Setzen Sie zwischen zwei Farben, die sich nicht vertragen eine fliederfarbene, weiße oder cremefarbene Rose. Ein rundes Beet können Sie auch in verschiedene Farbbereiche aufteilen und in die Mitte jedes Bereichs eine hohe Teehybride setzen.

Die Frage der Höhe ist besonders bei einem ebenen Garten von Bedeutung. Bäume und Sträucher lenken das Auge nach oben und bringen Abwechslung; mehrere hohe Rosen, umgeben von einem Kreis kleinerer oder in einem länglichen Beet mit 1,8 m Abstand verteilt, haben den gleichen Effekt. Nehmen Sie dazu eine kontrastierende Farbe.

Die Rosengruppen

Die Rosen werden, da es sich meist um Kreuzungen handelt, je nach ihren Ausgangsformen in verschiedenen Gruppen unterteilt. Zwischenformen haben die Unterschiede zwischen den ersten fünf Gruppen, jedoch stark verwischt. Die Gruppen der zwei mit fünf werden häufig als „Buschrosen“ oder generell als „Polyantharosen“ bezeichnet.

Teehybriden oder Edelrosen: Große Einzelblüten, buschig, 60 – 100 cm, Kreuzung zwischen Teerosen und Remontantrosen. Mit Ihren einzelnen auf straffen Stielen stehenden und sehr schön geformten Blumen, schmücken Ihr Heim und Garten mit einer Farbenpracht und wundervollen Duft.

Kletterrosen: 2 bis 4 m hoch, einmal oder mehrmals blühende Sorten und Arten. Beranken Wände, Zäune, Torbögen, Gartenlauben und Pergolen.

Polyantharosen: Viel- und kleinblütig, wie auch die folgenden drei Gruppen 35 bis 90 cm hoch, heute nur noch selten angeboten.

Polyanthahybriden: Kreuzung der Polyantharose mit der Teehybride

Floribundarosen: Rückkreuzung der Polyanthahybride mit der Teehybride. Blüten fast so groß wie bei der Edelrose, jedoch zu mehreren gehäuft.

Grandiflorarosen: Rückkreuzung der Polyanthahybride mit der Teehybride. Jeder Stengel trägt mehrere Edelrosenblüten.

Zwergrosen oder Zwergbengalrosen: Kleine Polyantharosen, 10 bis 30 cm hoch. Sie schmücken selbst kleinste Ecken und verschönern im Topf Balkone oder Terrassen.

Hochstammrosen: Hier werden alle genannten Typen auf Wildstämme aufgepropft. Die Kombination mit Kletterrosen ergibt Hängerosen.

Park- oder Strauchrosen: Dauerblüher, bis 3 m hoch, einfach bis gefüllt.

Wildrosen: Einige Wildarten (z. Beispiel die Apfelrose oder die chinesische Goldrose) werden ebenfalls gerne kultiviert.

Trauerstämme: ihre malerisch-hängende Blütenkronen breiten sie über Gartenbänke und Terrassen aus.

Woran erkennt man eine gute Rose

Nur durch Erfahrung lernen Sie, gute von minderwertigen Rosen zu unterscheiden. Es genügt nicht, die guten Sorten mit Namen zu kennen, sondern Sie müssen auch erkennen lernen, ob eine Pflanze gesund ist. Ein guter Rosenstock sollte mindesten zwei feste, frische, unverletzte und wenigsten bleistiftdicke Zweige haben. Besser noch sind drei oder vier Zweige, die aber nicht grau oder bräunlich gefleckt sein dürfen – ein Zeichen für eine Krankheit.

Die Pflanze sollte kräftige Wurzeln mit vielen kleinen Wurzelfasern haben. Packen Sie im Zweifelsfalle die Pflanze aus und prüfen sie. Schließlich haben Sie ein Recht zu wissen, was Sie kaufen. Als Standard gilt, dass der Mittelstamm, von dem die Zweige abgehen, mindestens 16 mm dick sein sollte. Halten Sie also die Augen offen, dass Sie möglichst solch kräftige Pflanzen bekommen.

Sorten für Hecken und Sträucher

Die Standard-Teehybriden können ebenso wie die Buschrosen als Wegeinfassung verwendet werden. Viel zu selten sieht man sie als Hecke, obwohl sich verschiedene Sorten, wie die „Gloria Die“, „Crimson Glory“, „Ballet“, u. a. bestens dafür eignen. Einige können auch, wenn sie nicht zu häufig geschnitten werden, allein stehen, vielleicht in der Mitte der Wiese oder am Rande einer Terrasse.

Die kräftig wachsenden Floribundarosen haben gegenüber den Teehybriden den Vorteil, dass sie breitwüchsiger und buschiger werden und reicher blühen, als fast alle anderen. Einige werden, wenn man sie nicht allzu häufig zurück schneidet, innerhalb von 2 Jahren 1,2 – 1,5 m hoch. Wenn Sie eine hohe, schale Hecke anlegen wollen, sollten Sie es doch einmal mit der sehr resistenten gelben „Chinatown“ oder mit der ebenso robusten „Queen Elizabeth“ oder „Bayreuth“ versuchen. Queen Elizabeth bleibt trotz einer Höhe von 1,5 – 1,8 m schön buschig, wenn man sie alljährlich auf ca. 90 cm zurück schneidet. Dadurch verhindert man, dass sie zu lang aufschießt und die Blüten nur noch am oberen Ende sitzen.

Anscheinend gibt es keine Möglichkeit, die rasant wachsende, besonders hübsche „Fred Loads“ niedrig zu halten. Anders als die Queen Elizabeth hat sie reiche Dolden großer, rot-oranger Blüten, die nicht nur an der Spitze wachsen. Eigentlich ist sie mehr eine Strauchrose, wird aber offiziel als Floribundstrauch bezeichnet. Insgesamt sind die Floribundarosen üppiger und treiben innerhalb einer Saison stärker aus, als die meisten Teehybriden. Sie blühen auch beständiger und machen, wenn überhaupt, noch kürzere Pausen zwischen den Blütezeiten, was ein wesentlicher Vorteil im Beet ist. Die kleineren und robusteren Blütenblätter öffnen sich selbst bei schlechtem Wetter leicht, wodurch sie auch gut als Schnittblumen geeignet sind. Die zartrosa Elysium z. B. mit ihren gefüllten Blüten ist zum Schnitt gut geeignet. Manche halten bis zu 10 Tagen auch in geheizten Räumen in der Vase.

Sorten für die Randbepflanzung

Am besten ist es, wenn man Teehybriden und Floribundarosen nicht zusammen in einem Beet hält. Es gibt jedoch eine ganze Reihe niedriger, buschiger Sorten, die sich gut als Randbepflanzung eignen. Die leuchtend orangerote „Topsi“ (die in manchen Gegenden leider sehr anfällig für die Schwarzleckenkrankheit ist), die dunkelrote „Marlena“, die rosa „Paddy Mc Gredy“ oder die blutrote „Insel Mainau“ kommen hierfür besonders in Frage, aber auch für Wegeinfassungen usw. Auch in kleinen Beeten sehen sie sehr hübsch aus. Vor einigen Jahren schien es so, als würden die Teehybriden und Floribundarosen immer höher und aufgeschlossener. Die neuere Entwicklung zu mehr runderen, handlicheren Rosenstöcken ist sehr erfreulich, besonders für Besitzer kleinerer Gärten. Dies ist fast eine Rückkehr zu altertümlichen Formen, nur dass die Blüten jetzt schöner und die Pflanzen gesünder sind.

Die Farbe der Rosen und die Bedeutung

Wegen der ästhetischen Qualitäten, die die Blume besitzt, war sie eine Wahl als Gegenstand, um die Ausdrücke und Emotionen von Schönheit, Leidenschaft, Respekt und das Wichtigste zu vermitteln; Liebe! Liebe reicht, von der Liebe von einem Elternteil zu ihrem Kind, unter Freunden und natürlich, wer die Liebe von einer Person zu ihrem Lebensgefährten vergessen kann. Es gibt viele Blumen, die den Ausdruck der Liebe zu ihrem bedeutenden anderen vermitteln. Die am häufigsten bekannte Blume ist die Rose. Die Flora gehört zur Gattung Rosa und ist die vielseitigste Art, je nach Pigmentierung und Anordnung der Blüten, die unterschiedliche Bandbreite an Emotionen und Ausdrucksformen zu vermitteln. Die Farben können von Pink, Weiß, Gelb, Violett, Burgund, Orange und sogar dem einmal unmöglichen Blau reichen. 

Wie finde ich den richtigen Standort für Rosen und ihre Pflanzung?

Wie sieht Rosenpflege aus?

Der Rückschnitt von Rosen – Wann und wie?

Wie behandle ich Schädlinge und Krankheiten von Rosen?

Der Frühling

Richtiger Baumschnitt leicht gemacht

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Welches Werkzeug braucht man und welche Baumschnitte gibt es denn?

  1. Der Pflanzschnitt: wenn Sie einen Baum pflanzen, braucht er einen ganz speziellen Schnitt am Anfang.
  2. Der Erziehungsschnitt: ist schließlich für junge Bäume, wo die Krone noch aufgebaut werden soll.
  3. Der Erhaltungsschnitt: da geht es um die alten Bäume, damit die auch lange noch erhalten bleiben und schließlich gibt es ein Spezialthema,
  4. Der Sommerschnitt: wenn der Obstbaum voll im Laub steht und sich die Früchte bilden.
  5. Können Sie selbst entscheiden, ob sie die Reihe von Anfang bis Ende lesen, oder sich genau den Artikel rauspicken, der auf Ihre Situation zugeschnitten ist.

Warum kann man Obstbäume nicht wachsen lassen?

Warum kann man Obstbäume nicht wachsen lassen, wie man will? Auch das hat viele Gründe! Das Eingreifen, fängt schon bei den jungen Bäumen an. Wie man ihn richtig er-zieht und zum richtigen Holz ausbildet! Bei einem alten Baum muss man regulierend eingreifen, damit er nicht zu groß wird. Fal-len Ihre Früchte entsprechend klein aus, dann sollten Sie die Krone richtig aus-richten, da nicht genügend Licht in die Krone fällt. Von einem generativen Wachstum spricht man, wenn die Knospen vom Ast schön abstehen, also so richtig ab-spreizen und schön dick bzw. rund sind. Diese sind die Blüten und werden später die Früchte.

Bei einem jungen Baum sieht man es nicht, es dauert ca. ein zwei Jahre. Danach sind ganz winzige Knospen zu sehen die direkt am Stamm anliegen. Zum Teil gibt es nur Triebe und Blätter, aber keine Früchte. Es gibt also ganz viele verschiedene Schnitt- Anleitungen, die über das Leben eines Baumes verteilt sind. Aber zum Wachstum gibt es noch eine wichtige Sache zu klären. Viele Leute denken, dass so ein Stamm sich mit der Zeit in die Höhe streckt! Das ist aber nicht so!

Wie wird die Höhe des Baumes festgelegt

Die Höhe wird mit dem Verzweigen der Triebe festgelegt, d. h. vom Stamm werden die Triebe weggenommen und der Kronenansatz wird bestimmt.  So wird die Größe des Baumes festgelegt und nur die Triebe wachsen in die Höhe. Bevor man sich einen Obstbaum zulegt, sollte man genau wissen, wohin man ihn pflanzt und ganz wichtig, ob man einen Buschbaum, also auf Hüfthöhe Äpfel ernten möchte oder einen Hochstamm, damit eine Gartenbank darunter passt?

Wann und wie wird geschnitten?

In erster Linie hängt es also vom Alter des Baumes ab, aber man benötigt auch ein gutes Werkzeug. Beachten Sie auch, dass beim Schneiden, Fehler gemacht werden können.

Astschere: Sie verwendet man für Äste, bis zu einer Daumen Stärke. Schneiden Sie immer knapp oberhalb einer Knospe. So kann es sich optimal verteilen und trocknet nicht aus. Beachten Sie bitte das kein Zapfen stehen bleibt, da es immer Eintrittsstellen für Krankheiten sind und nicht mehr mit dem Baum-Saft, wirklich versorgt werden kann. Eine Knospe sollte nach außen schauen, d. h. der Ast wächst nach außen und nicht nach innen, bevor man den Rest abschneidet. Schauen Sie auch, welche Äste nach innen gewachsen sind, dieses kommt bei älteren Bäumen sehr oft vor. Schneiden Sie diese so, dass ein bisschen Abstand oder ein kleiner Ring bestehen bleibt. So bekommen die Obstbäume wieder genügen Licht. Auch ist es wichtig, wie mit der Schere geschnitten wird! Die Fläche mit der breiten Seite ist die Schnittfläche und muss zur Pflanze zeigen, also zum Ast und wird glatt abgeschnitten. Macht man es andersrum können Quetschungen entstehen an dem Gegenstück der Schneide.  

Ast-Säge: Alle Äste, die dicker als ca. 6-7 cm sind, sollten mit der Säge abgeschnitten werden. Mit ihr sollte man vorsichtig umgehen und einen Vorschnitt, d. h. man sägt erstmal unten den Ast, dann oben, so dass man nachher einen kleinen versetzten Schnitt hat. Der versetzte Schnitt bleibt nicht stehen, sondern wird jetzt korrigiert, indem Sie an einem Seitenast ansetzen und den Rest gerade absägen. Sollten Sie jedoch versuchen, den Ast von oben runter abzusägen, beachten Sie bitte, dass er nicht in der Mitte einreißt und einen Stamm-Schaden verursacht. Dieses sind Eintrittspforten für Keime und Pilze.

Merke: Sägen Sie dicke Äste in drei Schritten ab: 1. Schnitt: UNTEN. Das ist der Sicherheitsschnitt um den Baum vor Schäden zu schützen! 2. Schnitt: OBEN. 3. Schnitt: AUF ASTRING SCHNEIDEN.

Übrigens die Profis benutzen nicht mehr diese Wundverschlussmittel, denn es hat sich gezeigt, dass sich unter dieser Schicht von dem Mittel doch immer wieder Pilzerkran-kungen entstehen. Es ist viel besser, wenn Luft rankommen kann und die Wunde trocknet ab und der Baum wird sich selbst heilen.

Pflanzung und Pflanzenschnitt

Pflanzenschnitt

Pflanzung und Pflanzenschnitt: Bevor Sie einen Baum pflanzen, stechen Sie ein Loch, das mindestens doppelt so groß ist und tief plus ein Drittel wie der Topf des Baumes, im Garten aus und legen das Loch mit einem Drahtzaun aus. Der Grund dafür, die Wühlmäuse können nicht die Wurzeln abfressen. Kürzen Sie die Wurzeln ein und entfernen Sie dabei vor allem beschädigte Wurzeln. Entfernen Sie Triebe, die dem Mitteltrieb Konkurrenz machen. Lassen Sie drei bis vier Äste stehen, die als Leitäste die Krone bilden. Sie sollten möglichst gleichmäßig in alle Richtungen stehen. Am besten ist es, wenn sie einen 45 bis 60 Grad Winkel zum Stamm bilden. Sollten Sie zu steil sein, können die Äste mit einem Holzstücken abspreizen. Kürzen Sie diese Leitäste auf gleicher Höhe ein, etwa um ein Drittel, aber immer über einer Knospe, die nach außen zeigt. Kürzen Sie den Mitteltrieb so, dass er etwa 2 Faustbreit über die Leitäste herausragt. Jetzt hat der Baum sein Grundgerüst erhalten und in den nächsten Jahren muss er seine Krone weiterentwickeln und erzogen werden.

Erziehungsschnitt

Entfernen Sie Triebe, die dem Mitteltrieb Konkurrenz machen. Korrigieren Sie den Winkel der Leitäste, wenn nötig und kürzen Sie den Neuzuwachs der Leitäste ein.

Erhaltungsschnitt




Der Erhaltungsschnitt und natürlich auch Pflegemaßnahmen sind unentbehrlich für alte Obstbäume. Besonders das Auslichten, wegen dem Sonnenlicht, dann den Leittrieb kürzen, sowie den Höhencut, damit man den Baum noch managen kann, Totholz raus, altes Fruchtholz raus, normale Pflegesachen.  Kürzen Sie die Stammverlängerung oberhalb eines nach außen wachsendem Ast, um die Höhe zu begrenzen. Entfernen Sie tote Äste und überbauende Äste, die den unteren Ästen das Licht wegnehmen. Vergessen Sie nicht abgetragenes Fruchtholz zu entfernen. Wenn man diese Regeln beherzigt, kann man bei alten Bäumen noch auf ein langes Ertragsleben hoffen und erhält sie noch viele Jahre.

Sommerschnitt

Kann man mitten im Sommer beherzt zur Schere und Säge greifen um den Obstbaum zu beschneiden? Jetzt steht er voll im Laub und die Früchte bildet sich! Das kann wirklich nicht gut sein für den Baum? Wer diesen Gedanken hat, der liegt falsch. Der Sommerschnitt ist nämlich groß im Kommen. Er hat einen Vorteil. Im Sommer wird nämlich das Triebwachstum beruhigt, das heißt, der Baum wächst nicht mehr so stark, sondern bildet eher Fruchtholz. Was ist denn Fruchtholz? Es sind kleine stummelige Triebe. Wann ist denn der richtige Zeitpunkt für den Sommerschnitt? Ende Juli Anfang August. Das erkennt man auch daran, dass am Baum die Endknospen voll ausgetrieben sind. Also die Endknospen der Triebe sind voll entwickelt, wenn das der Fall ist, dann können Sie getrost mit dem Sommerschnitt loslegen. Los geht es mit den Sommer- Pflegemaß-nahmen, Anfang Juni mit dem sogenannten Juni Riss. Das heißt: beim Juni-Riss, werden sogenannte Wasserschosser oder -triebe, die so senkrecht in einer Saison aus den Ästen hochwachsen abgerissen, also nicht abgeschnitten. Sie werden mit einem scharfem Ruck nach unten abgerissen, Richtung Stamm. Dabei werden die schlafenden Knospen, also die schlafenden Augen mit abgerissen. Das hat den Sinn, dass im nächsten Jahr nicht aus der gleichen Stelle wieder neue Triebe hochwachsen. Würde man sie nur mit der Schere abschneiden, bleiben die schlafenden Knospen am Ast. Jetzt geht’s ans auslichten im inneren des Baumes und dabei fällt wirklich die meiste Schnittarbeit an. Wir suchen erstmal Äste die stark sind und nach oben oder innen wachsen, gerade die, müssen herausgenommen werden! Da diese Äste den darunter liegenden Ästen, zu viel Licht und damit Nährstoffe weg nehmen. Ein Baum sollte auch waagerechte Äste haben. Alles was hier auf reitet, werden auch rausgenommen, damit die waagerechten ihre Kraft in die Bildung von dem so genannten Fruchtholz stecken können. Diese kleinen, stummeligen Kurztriebe sollen ja Blüten machen und damit die Früchte bilden. Genauso werden die senkrecht wachsenden Äste entfernt, und auf den Astring zurückgeschnitten werden. Vergessen Sie nicht den Stamm zu putzen. Das heißt kleine Triebe, die direkt am Stamm wachsen, haben keine Funktion. Die Früchte, die hier wachsen würde, sind klein und kümmerlich, also kann man auf diese Äste verzichten. Zum Schluss schauen wir uns den Baum ganz genau an und entfernen die Stummeltriebe, damit Fruchtholz in der nächsten Saison entstehen kann. Das der Sommerschnitt so gut ist für den Baum und den Triebwachstum hemmt, so dass der Baum nicht mehr so stark austreibt kann, das ist eine alte obstbauliche Erfahrung. Das können auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen. Probieren Sie es ruhig aus und ich wünsche Ihnen eine gute Ernte.  

Der Herbst

Laub – Wohin damit?

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Warum verlieren Laubbäume ihre Blätter?

Laubbäume werfen ihre Blätter jeden Herbst ab, da es für sie nicht warm genug ist. Sie können dadurch nicht genügend Nahrung zubereiten. Auch würden Wind und Kälte den weichen Blättern schaden. Im Herbst, wenn die Laubbäume ihr goldgelbes bis rotbraunes Kleid verlieren, bereitet sich der Laubbaum für die Winterruhe vor.

Wo oder für was ist Laub ein Dünger?

Das Laub der Bäume gehört zum Nährstoffkreislauf im Garten. Regenwürmer und andere Insekten sorgen dafür, dass es sich zersetzt und in Humus umgewandelt wird. Dieser natürliche Nährstoff versorgt die Pflanzen und verbessert den Boden

Der Rasen: Viele Gartenbesitzer fragen sich, warum sollte ich mir die Arbeit machen und das Laub vom Rasen weg rechen, wenn es ein natürlicher Dünger ist? Mit nichten! Das Laub ist für den Rasen sehr schädlich, er stirbt unter der Laubdecke ab, verschimmelt und es wächst kein Gras mehr, sondern das uner-wünschte Moos, welches man im Frühjahr wieder mit dem Vertikutierer oder Mulcher entfernt und neuen Rasen ansät.



Die Grassoden: Wenn das Wetter und die Bodenbedingungen es erlauben, können Sie noch Rasensoden verlegen oder aus-stechen.  Sollten die Ränder Ihres Rasens oder die Rasen-pfaden ausgetreten und unschön geworden sein, müssen Sie sie jetzt reparieren. Stechen Sie mit einem scharfen Spaten oder mit dem Rasenkantenstecher längliche Stücke ab und heben Sie die ganze Grassode etwa 5 cm tief ab. Drehen Sie sie so um, dass die zuvor äussere Seite nach innen zu liegen kommt. Die Lücken schließen Sie mit Humuserde. Durchweichter oder gefrorener Rasen sollte nicht repariert werden. Diese Arbeit muss Ende November erledigt sein.

Die Blätter der Eiche, Pappel, Walnuss und Ahorn: Diese Blätter zersetzen sich wegen ihres hohen Gerbsäuregehalts nur langsam und trennt sie daher vom anderen Laub. Kleine Mengen können kompostiert werden; aber beachten Sie bitte, dass sie zuerst gehäckselt werden. Danach kann man diese Blätter mit dem anderen Laub, Grasschnitt und Gartenabfällen mischen. Jedoch diese Blätter der Eiche, Pappeln und Ahorn eignen sich zudem zum Mulchen von Rhododen-dren. Da diese Blätter, wie auch Walnusslaub, zusätzlich wuchshemmendes Juglon enthält, kompostiert man sie nur in kleinen Mengen. Der Rest kommt in die Biotonne oder gleich auf den Wertstoffhof.

Laub als Schutz für empfindliche Pflanzen; Ein Haufen Laub als Schutz ist im Winter für die Wurzeln von Stauden und Gehölzen sehr ratsam. Sie regt das Bodenleben an, verringert den Unkrautwuchs und verhindert, dass die Erde bei Regen schlammig wird. Um immergrüne Bodendecker vor dem Frost zu schüt-zen, bedeckt man diese komplett mit Laub. Achtung: der Haufen sollte nur wenige Zentimenter hoch sein, damit die Pflanzen ausreichend Luft bekommt. Natürlich gibt es auch Bodendecker die uns die Arbeit abnehmen; d. h. herunterge-fallene Blätter werden von den Bodendecker geschluckt. Sie können sogar unter einem dichten Laubhaufen überleben.

Laub als Dünger für Gemüsebeet: Nachdem die Gemüsebeete abgeerntet sind be-ginnt man mit dem Umgraben. Viele Beetbesitzer rechen oder entfernen auch das Laub von den Beeten, damit der Garten schöner und gepflegter wirkt. Für diesen Boden und insbesondere die darin lebenden Regenwürmer ist das Laub Nahrung. Haben Sie gewußt, dass sich Regenwürmer von abgestorbenen Pflan-zenteile und abgefallenen Laub ernährt? Sie kommen nachts an die Erdober-fläche, saugen sich an den Blättern fest und ziehen diese dann in ihren Bau. Dort werden die Blätter von den Mikroorganismen zersetzt und später von den Regenwürmern verdaut. Also entfernen Sie das Laub nicht, sondern streuen Sie Laub, wenn möglich dünn auf abgeerntete und umgegrabene Gemüsebeete. Der Rest übernehmen die Regenwürmer.

Laub als Schutz für Kübelpflanzen: nur wenige unserer Pflanzen können zum Überwintern aus der Erde genommen und in einer frostsicheren Umgebung aufbewahrt werden. Der Großteil verbleibt im Garten und muß vor den Härten des Winters geschützt werden. Auch ist zu beachten, dass winterharte Pflanzen durch starke Winde und Niederschläge Schaden nehmen können. Es gibt heute verschiedene Möglichkeiten, Pflanzen vor rauhen Witte-rungsverhältnissen zu schützen. Man kann sie rundherum abschirmen oder mit einer Decke aus Stroh, Farn- oder Baumlaub zudecken. Es ist auch ratsam, junge oder frisch gepflanzte Sträucher, Bäume und andere immergrüne Pflanzen zu schützen. Zwiebelgewächse sind ebenfalls ziemlich empfindlich und sollten zum Schutz vor Frost und Nässe mit einer 15 cm hohen Streu-schicht (Stroh, Farn- oder Baumlaub) zugedeckt werden. Das Laub eignet sich gut zum Isolieren und als Schutz, da es im Herbst reichlich und kostenlos in jedem Garten zur Verfügung steht. Die Kübel oder Töpfe umwickelt man z. B. mit einer Bambusmatte, oder stellt die Töpfe bzw. Kübel in eine Holzkiste und stopft den Zwischenraum mit trockenem Baumlaub oder Stroh aus. Zum Schluss wird ebenfalls mit einer 15 cm hohe Streuschicht (Stroh, Farn- oder Baumlaub) die Pflanze zugedeckt.

Laub – Schutz für Tiere: viele Tiere, wie z. B. Frösche, Kröten, Spitzmäuse, Blind-schleichen, Insekten, aber auch Igel nehmen Laubhaufen gern als gut gepolster-tes Winterquartier an. Auch niedrige Büsche oder Hecken sind geeignete Plätze. Stapeln Sie Reisig, Stöcke und Laub im Komposthaufen oder an einer ruhi-gen und geschützte Stelle Ihres Gartens auf. Der perfekte Ort für einen Unterschlupf eines Igels ist ein Gestrüpp-Haufen. Sie fühlen sich dort sicher und haben es warm. Nachdem Sie ihm sein neues Winterquartier häuslich eingerichtet haben, sollten Sie den Igel nicht mehr stören. Wenn Sie den Igel in Ruhe schlafen lassen, verfällt er in den Tief – Winterschlaf. Sie hören dann nicht, wenn Sie sich mit Rasenmäher oder anderen Geräten ihrem Winterquartier nähern. Bitte seien Sie sehr vorsichtig, wenn Sie im Winter um die Igel – Herberge noch die letzten Aufräumarbeiten im Garten starten. So schnell kann es passieren, dass der Igel übersehen und verletzt wird.

Räumpflicht Herbst

Im Herbst sind nicht nur viele Gartenbesitzer, sondern auch Mieter vom herabfallendem Laub genervt. Nach dem BGB ist grundsätzlich der Hauseigentümer für das entfernen vom Laub zuständig. Auch Mieter sind verpflichtet Laub zu entsorgen, wenn es die Hausordnung oder der Mietvertrag beinhaltet. So wird Herbstlaub immer wieder ein Fall für die Gerichte. Mal streiten Nachbarn „wer für die Entsorgung der Blätter zuständig ist“! „Oder es rutscht jemand auf den Blätter aus“!

Gelten die gleichen Räumpflichten wie im Winter? Nein! Man kann nicht erwarten, dass morgens um sieben Uhr die Gehwege schon vom Laub befreit sind. Von Passanten wird im Herbst erhöhte Vorsicht erwartet.

Muss Laub vom Nachbarn hingenommen werden? Hausbesitzer müssen es hinnehmen, wenn Laub vom Nachbargrundstück herüberfällt. Zwar gibt es eine sogenannte „Laubrente“, aber nur, wenn von dessen Grundstück und man selbst durch die fremden Blätter, sowie die dadurch anfallenden Reinigungsarbeiten derart beeinträchtigt wird, dass es das „zumutbare Maß“ übersteigt. Ansonsten muss das Herbstlaub von Bäumen eines Nachbarn auf dem eigenen Grundstück entfernen und kann dafür kein Geld vom Nachbarn verlangen!

Müssen Hausbesitzer Gehwege vom Laub ständig  befreien? Nein! Fußgänger müssen sich darauf einstellen, dass es im Herbst rutschig werden könnte. Eine Reinigung der Gehwege kann nur im Rahmen des Zumutbaren verlangt werden.

Verboten und Strafbar ist es, das Herbstlaub aus seinem Garten zu sammeln, um es im nächsten Wald zu entsorgen! Es kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Welche Geräte eignen sich am besten?

Laubrechen: So wie eine gute Allround -Schere im Haushalt, viele andere Geräte ersetzt, ist der Laubrechen, egal als XXL oder als ein verstellbares Gerät aus dünnem, federndem Metall, oder mit stabilen Kunststoffzinken, das Universalgenie beim Blätterkehren. Je nach Einsatzbereich kann die Breite des verstellbaren Werkzeugs an hochwertigeren Produkten bis um 40 cm verstellt werden. Wenn Sie mit dem Laubrechen Moos entfernen wollen, die Rasenfläche oder in Steingärten bearbeiten, stellen Sie ihn auf die gewünschte Arbeitsbreite ein. XXL-Laubrechen sind nicht verstellbare Gerät, sondern Laubrechen mit stabilen Kunststoffzinken. Welche Vorteile haben sie: eine Überbreite und ein geringes Gewicht, aber sie eignen sich hervorragend für große Rasenflächen. Laubrechen dagegen dienen der Fettverbrennung und vernichten Kalorien. Was wollen wir mehr? Fitness und Sport in einem!

Der Rasenmäher ersetzt den Laubbläser nicht grundsätzlich. Den Gehweg mit dem Rasenmäher von Laub zu befreien em-pfiehlt sich natürlich weniger, da die Messer des Mähers dabei z.B. Schaden nehmen können. Doch für den Rasen ist der Rasenmäher die erste Wahl um Laub zu entfernen und den Rasen winterfit zu machen um ihn wieder in seinem grünen Kleid erstrahlen zu lassen. Natürlich ist es auch bequemer den Rasenmäher zu schieben als einen Laubbläser zu tragen. Man muss auch nicht zielen um das Laub dahin zu bekommen, wo es gefälligst hin soll. Er befördert die widerspenstigen Blätter in den Fangkorb und muss anschließend nur noch auf dem Komposthaufen entleert werden.

Wer einen Laubsauger benötigt, sollte ein elektrisches Modell wählen. Die Geräte mit Stromanschluss sind leiser als Modelle mit Benzinmotor. Wer sich einen Laubsauger bzw. -bläser kauft, sollte auf die Größe des Auffangsacks achten. Der Behälter sollte sich leicht vom Gerät entfernen lassen und seine Öffnung groß genug sein, so dass der Hobby-gärtner den Inhalt gut ausschütten kann. Bitte beachten Sie, dass der Auffangsack ein Mindestvolumen von 40 bis 45 Litern hat.

Der Herbst

Herbstputz im Garten

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Bevor der Winter seinen Einzug hält und unfreundliches Wetter die Gartenarbeit unangenehm macht, wollen wir unseren Garten für die Winterruhe vorbereiten. Der Herbst ist mit seinen farbigen Blättern an Bäumen und Sträuchern eine wunderbare Jahreszeit. Aber die Schönheit ist zu schnell vergänglich. Wenn die bunten Blätter abfallen und Wiesen, Beete, Rabatten und Steingärten bedecken, sollten Sie die Blätter so bald wie möglich zusammenrechen. Bewertung Ihrer Gartengestaltung: Bevor Sie beginnen, Ihren Garten winterfest zu machen, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um zu überprüfen, was wird weggeräumt und was nicht; notieren Sie sich die Bereiche, die Sie im Frühjahr verändern möchten.

Praktische Schritte zur Vorbereitung Ihres Gartens für den Winter:

Pflanzen schützen: Nur wenige unserer Pflanzen, wie Dahlien, Gladiolen, Begonien usw, müssen zum Überwintern aus der Erde genommen und in einer frostsicheren Umgebung aufbewahrt werden. Der Großteil bleibt im Garten und muss an Ort und Stelle vor den Härten des Winters geschützt werden. Dabei ist zu beachten, dass auch ziemlich winterharte Pflanzen durch starke Winde und Niederschläge Schaden nehmen können. Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob Pflanzen, die Winterhart sind, geschützt, also abgedeckt werden oder ungeschützt bleiben. Viele schneiden die Pflanzen erst im Frühjahr zurück, weil so die Pflanzen vor der Kälte und dem Winter besser geschützt sind. Meine Empfehlung ist, schneiden Sie die Pflanzen nur zu nicht ab. Viele mehrjährige Stängel und Samen-köpfe sind auch für das Winterinteresse sehr attraktiv und liefern Nahrung für die Vögel.

Strauchbeete: Sammeln und verbrennen Sie aus den Beeten alle kranken und beschädigten Blätter. Häckeln Sie das Unkraut zwischen den Pflanzen heraus und binden Sie die Ruten von Himbeeren, Brombeeren, Loganbeeren und anderen Beeren an, wenn Sie es noch nicht getan haben. Es ist wichtig, damit sie in den Winterstürmen nicht geknickt werden. Kontrollieren Sie auch die Festigkeit der Pfosten, die das Drahtgerüst halten. Wenn sie von unten her verrotten, sollten sie durch neue ersetzt werden.

Gemüsebeete abräumen: Ernten Sie Tomaten, obwohl sie noch grün sind. Legen Sie diese auf Fensterbänke; oder in Kisten, mit Zeitungen zwischen den Schichten der Tomaten. Sie werden langsam reifen. Entfernen Sie die gelben Blätter vom Rosenkohl und anderen Gemüsen. In windigen Gärten und bei leichter Erde lohnt es sich, den Rosenkohl und andere hohe Gemüse (wie Broccoli) zu stützen, damit sie nicht entwurzeln. Nehmen Sie dazu kräftige Stangen und weichen Gartenbast. Wenn das Spargelkraut gelb wird, schneiden Sie die Stengel ab und jäten das Beet. Auch Erbsen- und Bohnenstiele werden abgeschnitten und auf den Kompost geworfen. Die Wurzeln bleiben jedoch noch in der Erde. Wenn das restliche Gemüse abgeerntet ist, können Sie mit dem Umgraben beginnen, das Sie möglichst, vor allem bei schwerer Erde bis Dezember beenden sollten.


Teiche: Herabfallende Blätter, die im Zierteich landen, sind besonders unangenehm. Spannen Sie schon vor Beginn des Laubfalls ein Maschennetz über den Teich und befestigen Sie dieses mit Holzpfosten. Beachten Sie dabei, dass das Netz nicht die Wasseroberfläche des Teiches berührt. Nehmen Sie das Netz öfters herunter, um die Blätter abzuschütteln. Wenn Sie damit so lange warten, bis eine große Menge Laub darauf liegt, wird diese Arbeit sehr mühsam und zeitraubend sein.

Pflege für Bäume: Schützen oder wickeln Sie junge Bäumen mit handelsüblichen Baumschutzprodukten ein. Schneiden Sie hohes Gras ab und entfernen Sie Unkraut. Beschneiden Sie keine Sträucher und Bäume, da dies vor dem rauen Wetter ein neues Wachstum anregt und beim ersten Frost erfriert.

Rasenpflege: Mähen Sie den Rasen kurz, düngen ihn, mit einer niedrigen Stickstoff „Winter“ Mischung. Verwenden Sie den Grasschnitt für Mulch oder Kompost. Bringen Sie ihn nicht auf die Mülldeponie, da er auf dem Rasen (wenn sie nicht zu lang sind) ein hervorragender Dünger oder ein ausgezeichneter Kompost bzw. Mulch ist.  Nehmen Sie ihn auch als Kompost zum Umgraben in Beeten.

Pflanzen vor dem Winter: Gegen Ende Oktober fangen die meisten Pflanzen an, sich auf die Winterruhe einzustellen. Die oberirdischen Teile sterben bei den Stauden ab und nur die Wurzeln sind noch mehr oder weniger aktiv. Jetzt ist die beste Zeit, laubwerfende Sträucher, Bäume und Obstbäume umzusetzen. In ihrem Halbschlaf schadet es ihnen kaum, aus der Erde genommen zu werden; sie könnten so mehrere Wochen überlegen, vorausgesetzt, die Wurzeln trocknen nicht aus.

Kompostierung: Komposttote Pflanzenreste einschließlich Blätter. Blätter sind eine wertvolle natürliche Ressource und sind die besten Bodenverbesserungen, und sehr gute Mulchen. Blätter beanspruchen sehr wenig Arbeit und tragen zu einer wunder-baren Bodenverbesserung bei – Blatt Schimmel – eignet sich hervorragend zum recyceln. Sie können die Blattform durch den gleichen Prozess gewinnen, wie es die Natur macht. Häufen Sie feuchte Blätter an und warten Sie, bis sie die Blätter in kleinere Stücke zersetzen oder zerkleinern, bevor Sie sie zu einem Haufen aufrichten. Beschweren Sie den Haufen mit Hühnerdraht, Schneezäunen oder Ähnlichem so, dass der Wind ihn nicht wieder auseinander fegt. Im Frühjahr werden die trockenen Blätter aufgelockert und direkt in den Gemüsegarten eingegraben.

Reinigen Sie Ihre Gartenwerkzeuge und ölen Sie die Holzgriffe sowie bewegliche Teile. Schärfen Sie Klingen und bewahren Sie sie an einem trockenen Ort für den Winter auf.

Wasser: Pumpen, Filter, Brunnen und Leitungen abdrehen und entleeren, reinigen, nachfüllen (falls erforderlich) und decken Sie zarte Wasserpflanzen leicht ab.

Zimmerpflanzen: vor dem Einbringen von Zimmerpflanzen, die den Sommer im Freien verbracht haben, untersuchen Sie diese auf Schädlinge, waschen Sie sie und besprühen Sie sie mit Seifenwasser oder Insektizidseife. Verwenden Sie sterilisierte Blumenerde, die Sie in Gartencentern oder Einkaufszentren gekauft haben, wenn Sie Ihre Pflanzen wieder umpflanzen. Bitte verwenden Sie keinen Gartenboden, da er Insekten, Unkrautsamen, Krankheiten und Pilze beherbergen kann.

Der Frühling

Ausmisten, entrümpeln und aufräumen

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Was bedeutet ausmisten und entrümpeln?

Nicht mehr gebrauchte Sachen, Dinge, Gegenstände oder Gerümpel aussortieren, wegwerfen, verkaufen und säubern um dadurch Ordnung zu schaffen. Nicht nur in der Wohnung oder im Haus entrümpeln, sondern auch in Ihrem Leben und in der Seele sollten Sie sich von Dingen befreien, die Sie gar nicht mehr benötigen.  Sie werden sehen, dieses wird Ihr Wohlbefinden mit Sicherheit steigern und die Lebensenergie Chi wird wieder fließen. Vergangenes loszulassen bedeutet, Platz für Neues zu schaffen.

Hatten Sie schon mal das Gefühl, wenn Sie Freunde oder Bekannte besuchten, sich sehr heimelig gefühlt zu haben? Oder Sie spürten das Gefühl der Kälte und Unruhe? Ähnliches erleben wir an Orten, Ländern oder sogar am Arbeitsplatz. Sogar Menschen, mit denen wir zusammenleben oder -arbeiten, Hausputz oder das Umstellen von Möbeln können unser Wohlbefinden beeinflussen. Haben Sie sich auch gefragt, an was es wohl legen kann? 

Haben Sie gewußt, dass jeder Raum nicht nur über einen sichtbaren Körper verfügt den wir greifen, fühlen und sehen können, sondern auch über einen Geist und eine Seele. Diese sind für uns selbst nicht sichtbar, aber dennoch spürbar. Denn jeder einzelner Raum, jedes Zimmer in einem Haus oder in einer Wohnung stellt eine Verbindung her, zu den Menschen, die darin leben. Es zeigt uns ihre derzeitige Verfassung, Lebenseinstellung und Lebensphase, alles, was zum gegenwärtigen Zeitpunkt ihr Leben und ihre Aktivitäten bestimmt, sei es körperlich, seelisch oder geistig.

Unser Leben wird durch seine Erscheinung und Form gestaltet, aber wir haben die Macht und die Kraft ihm in Gestalt und Erscheinung Leben einzuhauchen, zu verändern und zum Wohle des Raumes wie auch zum Wohle unseres Seins, Seelenkraft zu schenken.

Der Frühjahrsputz ist eine sehr bekannte Art, die Räume auszumisten, entrümpeln, aufräumen und zu reinigen, um Raum und Mensch für den Neubeginn vorzubereiten. Verabschieden Sie die alte Jahreszeit, den Rückzug und den Winterschlaf. Empfangen Sie und Ihre Räume die Frühlingskraft auf allen Ebenen, lassen Sie sich inspirieren und von Ihrer Seelenkraft beflügeln.

Ausmisten und Aussortieren „Allgemein“

Jeder kennt es, dass sich einfach im Laufe der Jahre zu viele Dinge ansammelt. Egal ob Wohn-, Schlaf-, Ess- u. Kinderzimmer, Bad, Küche, Flur, Keller oder Dachboden. Es bleibt Ihnen überlassen mit welchem Raum Sie anfangen, wichtig ist nur, dass Sie jeden Schrank und jedes Regal öffnen, alles herausholen und aussortieren oder ausmisten. Fragen Sie sich selbstkritisch, welche Dinge Sie wirklich jemals benutzen werden oder jemals in Gebrauch hatten? 

Sortieren oder misten Sie mit der bewährten „Drei-Kisten-Sortierung“:

  • Kiste 1: Alles, was Sie aufbewahren wollen; 
  • Kiste 2: Alles, was Sie selbst nicht mehr benötigen, aber was andere vielleicht benützen – Sachen, Dinge und Gegenstände, die Sie verkaufen oder verschenken möchten.
  • Kiste 3: Alles, was kaputt und zum Entsorgen ist! (Müll-Kiste).

Wer nun kompromisslos mit sich selbst und Stück für Stück einsortiert, wird überrascht sein, wie viel in den Kisten 2 und 3 landet.

Kleiderschrank ausmisten leicht gemacht

Geht es Ihnen wie mir? Sie öffnen Ihren Kleiderschrank und haben nichts zum Anziehen!? Ihr Kleiderschrank ist vollgestopft, aber Sie finden nichts! Jetzt ist es an der Zeit, zum Ausmisten! – Wer ausmistet, aufräumt und ordnet, läßt Vergangenes hinter sich und konzentriert sich auf die Gegenwart und die Zukunft. Jeder kennt die eine berühmte Regel für den Kleiderschrank „Kleidung, die ein Jahr nicht getragen wurde, kann aussortiert werden“. Diese 5 Tipps zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, nach welchen Kriterien Sie Ihren Kleiderschrank ausmisten können:

  • Schritt 1: Welcher Kleidertyp bin ich und was gefällt mir?
  • Schritt 2: Welche Kleidung habe ich – Überblick verschaffen
  • Schritt 3: Trennen Sie sich rigoros von Fehlkäufen!
  • Schritt 4: Trennen von nicht mehr passenden, verfleckten und abgewetzten Teilen!
  • Schritt 5: Ordnen Sie Ihre Kleidungsstücke nach der Jahreszeit, Art und Farbe!

Für uns Menschen erfüllt die Bekleidung mehrere Zwecke. Sie stärkt unser Wohlbefinden, ist ein Schutz für unseren Körper und unsere Haut. Der Kleiderschrank ist der Spiegel unseres eigenen Wesens. 

Vorratsschrank oder Speisekammer ausmisten

Was man beim Aussortieren der Lebensmittel beachten sollte!

Trockenvorräte: Mehl, Salz, Zucker, Reis, Grieß, Haferflocken, Semmelbrösel, Frühstücks-zeralien, Backzutaten, Teigwaren, Gewürze, Müsliriegel und Süssigkeiten werden, so wie es der Name schon sagt, trocken, dicht verpackt und meistens dunkel gelagert.

Nasskonserven: Obst- und Gemüse, Fleisch, Wurst, Fisch, Konfitüre, Eintopf, Milch, Säfte und Sirup werden trocken und kalt gelagert.

Räumen Sie als erstes das Regal oder den Schrank aus. Absaugen und mit einem feuchten Tuch aus-wischen bzw. abwischen. Als nächstes sortieren Sie die Trockenvorräte und die Nasskonserven bzw. – gläser nach dem Haltbarkeitsdatum. Stellen Sie diese dann zu Kategorien zusammen und überprüfen Sie die Nasskonserven und Trockenvorräte nach sichtbare Schäden! Um einen Schädlingsbefall zu vermeiden, sollte man angebrochene Vorräte in luftdichte Gläser oder Tuberware umfüllen und diese beschriften. Trockenprodukte, die nicht häufig benötigt werden, bitte in der Verpackung lassen. Kaufen Sie nicht zu viele Konserven oder Gläser von einer Sorte, auf Haltbarkeitsdatum achten und den neuen Einkauf immer nach HINTEN stellen.

Medizinschrank oder Hausapotheke aussortieren

Die meisten bewahren den Medizinschrank bzw. die Hausapotheke im Bad auf! Genau das ist der ungünstigste Platz, da es im Bad warm und feucht ist! Am besten Sie plazieren Ihren Medizinschrank oder Ihre Hausapotheke so, dass Kinder nicht hinkommen. Mindestens einmal im Jahr sollte alles ausgeräumt und kontrolliert werden. Abgelaufene Produkte werden entsort. Bei Anbruch eines Medikamentes immer das Datum notieren. Denn viele Medikamente sind nach Anbruch nur noch eine bestimmte Zeit haltbar. Z. B. sind Salben in Tiegeln nach dem Öffnen nur noch 6 Monate haltbar. Dagegen Tuben besser lagerfähig sind und es nur zu geringem Sauerstoffkontakt kommt. Bewahren Sie die Medikamente immer in der Orginalverpackung und mit dem Beipackzettel auf. Schreiben Sie bei verschreibungspflichtigen Medikamenten immer für wen und wann es verordnet wurde auf die Verpackung. Sortieren Sie sie in Kategorien auf z. B. Verbandsmaterial, Salben, Erkältung und verschreibungspflichtige Medikamente. Für jede Kategorie gibt es eine Box. Zusätzlich legen Sie sich eine Box mit Pinzette, Schere und Zeckenzange an.

Alte Medikamente entsorgen: Alte Arzneimittel dürfen in fast allen Gemeinden in den Restmüll, wenn dieser zu einer Verbrennungsanlage geht oder zumindest mechanisch-biologisch so vorbehandelt wird, dass selbst bei einer Deponierung keine Gefahr für das Grundwasser besteht. Die leeren Verpackungen können Sie vorher entfernen und dem Recycling zuführen. Altmedikamente bitte nicht ins Abwasser spülen und entsorgen, da sie über den Klärschlamm auf die Böden oder in das Grundwasser und über die Vorfluter in die Flüsse und Seen gelangen.

Kosmetikschrank ausmisten

Schminke ausräumen und mit Feuchttüchern auswischen. Mit Alkohol und Feuchttüchern die Kosmetica reinigen. Boxen auswischen. Sortieren Sie nach Kategorien: Lippenstifte und -liner, Rouge und Make up, Nagellack, Eyeliner, Kajal und Wimperntusche, Haar- und Gesichtsmasken, Pflegeprodukte, verschiedene Pinsel und Parfüm. Werfen Sie Pflegeprodukte die angebrochen sind und ca. 12 Monate alt sind, weg, da die meisten Produkte konserviert sind und können Hautausschläge hervor rufen. Reinigen Sie Ihre Bürsten und Schminkpinsel mit Babyshampoo. Sortieren Sie Nagellacke nach Farbe. Probieren Sie an Ihren Nägeln, welche Farbe Ihnen steht und lieben! Ausgetrocknete Nagellacke gehören in den Restmüll.