Der FrühlingDer SommerRosen

Wie erkenne ich Schädlinge und Krankheiten von Rosen?

Es gibt eine Anzahl Rosen, die unter normalen Gartenbedingungen ziemlich oder völlig resistent sind gegen Krankheiten. Zu ihnen gehören die Teehybriden Chicago Peace, Circus Knie, Garden Party, King Ransom, Gloria Die, Königin der Rosen und Wizo.

Einige sehr robuste Floribundarosen sind z. B. Chinatown, Alamain, Apricot, Nectar, City of Leeds, Escapade, Matangi, Sarabande.

Unter den Strauchrosen etwa Aloha, Golden Showers, Händel. Die Kartoffel- und Chinarosen und einige Wildarten sind Ausnahmen bei den Strauchrosen, von denen viele so robust sind, dass sie Mehltaubefall und Sternrußtau überstehen, ohne ernstlich Schaden zu nehmen. Allerdings sieht die Pflanze im Spätsommer dann ziemlich unerfreulich aus, wenn sie nicht gespritzt wird. Den oben aufgeführten Sorten könnten noch viele hinzugefügt werden, die unter bestimmten klimatischen und Bodenvoraussetzungen sehr resistent sind.

Manchmal reicht es schon, eine mehltaugefährdete Sorte von einem Teil des Gartens in einen anderen umzusetzen um sie zu kurieren. Wurzeltrockenheit und mangelnde Luftbewegung führen oft zur Mehltaubildung, und je reiner die Luft ist, desto häufiger findet man Sternrußtau. In industriereichen Gegenden mit schwefelhaltigen Abgasen ist dieser dagegen kein Problem.

So gedeihen einzelne Sorten in verschiedenen Teilen des Landes sehr unterschiedlich gut; die aufgeführten Sorten haben sich als resistent erwiesen. Aber natürlich will nicht jeder Gärtner gerade diese Sorten anpflanzen, und wenn man einen fertigen Garten vorfindet, muss man mit den vorhandenen Rosen vorliebnehmen, auch wenn sie etwas anfälliger sind. Chemische Fungizide sind immer teuer, und das Sprühen selbst ist keine reizvolle Beschäftigung.

Viele Leute haben auch eine Scheu vor dem Gebrauch chemischer Mittel, über deren Langzeitwirkung wir tatsächlich wenig wissen. Erinnern wir uns an das DDT, das vor gar nicht langer Zeit als die Wunderwaffe gegen Schädlinge galt und das später doch als nicht harmlos erkannt und aus dem Handel gezogen wurde. Das alles will sagen, dass wir keinesfalls mehr als unbedingt nötig sprühen sollten.

Systemische Gifte

Dringen in das Pflanzengewebe ein. Einige Mittel, aber nicht alle, zirkulieren in den Pflanzensäften; deshalb ist es wichtig, dass die ganze Pflanze behandelt wird. Die systemischen Gifte haben den Vorteil, dass sie nicht vom Regen abgewaschen werden können und dadurch über mehrere Wochen hinweg wirken.

Pestizide und Fungizide

In den letzten Jahren wurden auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung große Fortschritte gemacht. Blattläuse sind kein ernstes Problem mehr, Mehltau kann unter Kontrolle gehalten werden, die Behandlung von Rost, etwa mit Rosenfluid oder Saprol, hat sich als überaus wirksam erwiesen, und Sternrußtau ist zwar nicht besiegt, aber stark eingedämmt. Unsere Liste soll Ihnen helfen, für das jeweilige Übel das richtige Mittel zu finden. Die meisten Chemikalien können auch gemischt werden, so dass Sie, wenn Ihre Rosen gleich von verschiedenen Leiden befallen sind, alles auf einmal sprühen können. Trotzdem sollten Sie die Anmerkung unten beherzigen und sich vergewissern, ob Sie auch das beste und wirkungsvollste Mittel besitzen. Unter Umständen kann durch die Verwendung der falschen Chemikalie die Rose alle Ihre Blätter verlieren.

Mehltau

Ist wahrscheinlich die häufigste Rosenkrankheit; ihre Sporen werden durch die Luft von einer Pflanze auf die andere übertragen. Die ersten Anzeichen sind meist kleine, grau und puderig aussehende Flecken an den Blättern, Blütenstengeln und Knospen. In ernsten Fällen breitet sich die Krankheit über die ganze Pflanze aus, hemmt ihr Wachstum und verhindert die Entwicklung der zweiten Blüten. Durch Mehltau stirbt zwar keine Pflanze ab, aber ihr Aussehen ist nachhaltig beeinträchtigt.

Wenn Mehltau rechtzeitig behandelt kann seine Verbreitung heutzutage verhindert werden. Am wirksamsten ist die Bekämpfung durch einen kräftigen Rückschnitt oder Sprühen mit Schwefelpräparaten. Leider ist die Behandlung einer üppigen Kletterrose oft schwierig, wenn sie z. B. an einer Hauswand emporrankt. Deshalb sollten die besonders anfälligen Kletterrosen eigentlich niemals an eine Wand gepflanzt werden, wo die Luftzirkulation immer mangelhaft ist.

Sternrußtau

Sternrußtau wird ebenfalls durch Sporen übertragen und erscheint oft in der Mitte des Sommers an den älteren, unteren Blättern der Rosensträucher. Die kleinen schwarzen Flecken werden schnell größter, das übrige Blatt wird gelb, welkt und fällt ab. Bei starkem Befall kann eine Rose völlig entlaubt und, abgesehen von der äußeren Beeinträchtigung, so geschwächt werden, dass sie eingeht, wenn die Krankheit immer wieder kommt. Sprühen hält die Krankheit unter Kontrolle; eine richtige Heilung gibt es noch nicht. Am besten ist es, die befallenen Blätter abzusammeln und zu verbrennen, damit sich die Sporen nicht verbreiten können. Die Sporen des Mehltaus und des Sternrußtaus können in den Blättern überwintern, die auf der Erde liegenbleiben, ebenso an den Stengeln und Stümpfen, die nicht ordentlich zurückgeschnitten wurden. In unserem Abschnitt „Rosenpflege“ haben wir schon über die Behandlung vor Beginn des Winters gesprochen.

Rosenrost

Befall von Rosenrost

Ist glücklicherweise nicht so verbreitet wie Mehltau und Sternrußtau. Die Rosen werden auch immer nur von gewissen Formen dieser Krankheit betroffen. Ein ernster Befall könnte die Rosenstöcke eingehen lassen. Bis vor kurzem wurde noch empfohlen, die kranken Pflanzen auszugraben und zu verbrennen; inzwischen gibt es ein Schädlingsbekämpfungsmittel, das die Krankheit völlig unter Kontrolle hält. Sie zeigt sich durch die Entstehung orangeroter Pusteln an der Unterseite der Blätter und sollte unverzüglich behandelt werden. Dies sind die Rosenkrankheiten, mit denen die meisten Gärtner irgendwann einmal in Berührung kommen. Außer ihnen gibt es noch tierische Schädlinge, die unsere Rosen bedrohen, vor denen wir uns aber sehr wirkungsvoll schützen können. Dazu müssen wir in der Lage sein, den Schädling zu identifizieren. Hier nun die verbreiteten und lästigen Insekten.

Blattläuse

Sie sind so bekannt, dass wir sie nicht mehr beschreiben müssen. Außer den grünen gibt es noch braune und rosa Exemplare, die sich an den jungen Trieben und Knospen festsetzen. Sie saugen den Pflanzensaft aus und geben dafür eine klebrige Substanz, den Honigtau, ab, auf dem sich Schimmel ansiedeln kann und der außerdem Ameisen anlockt. Die Blattläuse vermehren sich unglaublich schnell, deshalb ist prompte Bekämpfung sehr wichtig.

Blasenfüßler

Kleine, schwarze Insekten, die sich mit größter Geschwindigkeit bewegen. Wenn sie gestört werden, fallen sie ab, klettern aber sofort wieder an der Pflanze hoch. Sie kommen besonders in heißen, trockenen Sommern vor. Angebohrte Knospen und missgebildete Blüten sind ihr Werk. Einige Rosensorten sind aus unerfindlichen Gründen besonders anfällig. Als Gegenmittel wird gelegentlich empfohlen, Alufolie über die Erde unter den Pflanzen zu breiten, weil die Blasenfüßler das von unten reflektierte Licht nicht vertragen. Leider ist diese Methode in den meisten Gärten nicht praktikabel. Wirkungsvoller ist Spritzen mit Schädlingsbekämpfungsmittel.

Schaumzikaden

Kleine, grüne Insekten, die sich in den Achseln der Seitentriebe in einem weißen Schaumgespinst verstecken. Das weibliche Tier saugt den Pflanzensaft aus der Rose. Wenn der Befall gering ist, können Sie die Kapseln absammeln oder mit einem Eimer Wasser wegschwemmen, bevor Sie zum Spray greifen.

Rosenblattfloh

Sehr kleine, blassgelbe Insekten, die hoch in die Luft hüpfen, wenn sie gestört werden. Die Blätter rollen sich ein, und an der Unterseite der Blätter sind die abgeworfenen weißen Hüllen zu erkennen.

Raupen

Wenige Raupen können recht gut mit der Hand eingesammelt werden; bei schlimmerem Befall ist eine Behandlung Schädlingsbekämpfungsmittel angebracht. Es durchdringt die Blätter und trifft auch die Raupen, die sich zum Fressen in ein Blatt eingerollt haben.

Blattwespen

Blattwespenraupe

Dieser Schädling tritt seit einiger Zeit vermehrt auf. Die Blattwespe legt ihre Eier auf die Blätter, die sich dann der Länge nach aufrollen und die darin fressende Larve schützen. Sie ist dadurch nur schwer zu bekämpfen. Am wirkungsvollsten ist eine vorbeugende Behandlung, wenn auch der Befall schwer vorausgesagt werden kann. Andernfalls lohnt sich die Mühe, die Blätter zu entrollen, damit die Larven nicht von einem Blatt zum anderen ziehen.

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