Der HerbstDer Sommer

Was ist die beste Pflege für Ihren Rasen? Entdecken Sie die geheime Sprache Ihres Bodens rund um das Jahr! Diese 5 Tipps werden Sie erfolgreich zu einem schönen Rasen führen!

Wussten Sie, was Unkraut im Rasen über Ihren Gartenboden verrät?

Wenn sich Unkraut im Rasen ausbreitet, sind nicht die Gräser schuld, sondern der Boden. Ob zu viele oder zu wenige Nährstoffe vorhanden sind, ob der Boden zu sauer oder zu feucht ist, nehmen Moos oder das Unkraut ihre Chance wahr und gedeihen. Die sogenannten Zeigerpflanzen verraten ziemlich sicher, was sich unterhalb der Oberfläche des Bodens abspielt. Machen Sie dieses Wissen zu nutzen.

Wie belüftet man den Rasen und mit welchen Geräten?

Rasenrechen oder Fächerrechen

Mit einem speziellen Rechen aus Metall lüften wir den Rasen, das heißt wir vertikutieren den Rasen nicht, sondern lüften ihn. Wir rechen das Moos, Unkraut und Verdorrtes aus dem Rasen. Zuerst rechen wir in die eine Richtung und dann in die entgegengesetzte Rich-tung. Das Ganze empfiehlt sich auch bei trocknem Boden zu machen, weil wenn der Boden nass ist, hat man Schwierigkeiten das Moos und Unkraut aufzunehmen. Es bleibt auch am Boden kleben. Warum machen wir das ganze? Wenn der Rasen besser belüftet ist, kann er wachsen, besser Nährstoffe aufnehmen und besser Licht aufnehmen. Belüften ist sozusagen eine Vorstufe von vertikutieren, aber vertikutieren macht man nicht in der Regel im Hochsommer. Mit dem Rechen kann man da ganz gerne ein oder zweimal der Saison durchgehen und so altes Moos und alten Rasen aus der Rasenfläche rausholen. Das Belüften macht man am besten vor dem Rasen mähen, damit man kleinere Rückstände entfernen kann.

Belüftungsschuhe

Belüftungsschuhe auf die normalen Schuhe ziehen und den ganzen Rasen Stepp bei Stepp auf und ablaufen. Diese Belüftungsschuhe eignen sich aber nur für kleine Rasenflächen.

Elektro-Kombigerät-Lüfter-Vertikutierer: Mit dem Elektro-Lüfter-Verti-kutierer ist es die einfachste Methode den Rasen zu lüften. Für den Rasen lüften nehmen Sie die Lüfterwalze und für Vertikutieren die Vertikutier-messerwalze.

Den Rasen vertikutieren: Beim Vertikutieren ist das Ziel nicht Vertikutieren Sie den Rasen in längs und quer Bahnen, sodass ein Schachbrett artiges Muster auf der Oberfläche entsteht. Wichtig ist, dass die Messer nicht zu tief in die Grasnarbe eindringen. Der Vertikutierer entfernt nicht nur das Moospolster aus dem Gras, sondern auch die Mehlrückstände den soge-nannten Rasenfilz. Das sind kleine Halme, die nach jedem Mähen auf der Fläche bleiben. Diese setzen die Grasnarbe zu, so dass die Gräserwurzeln keinen Sauerstoff mehr bekommen und sich das Moos besser entwickeln kann. 

Wann sollte man den Rasen nachsäen?

Wenn Sie den Rasen nach säen, achten Sie bitte darauf, dass es nicht zu früh im Frühjahr ist. Rasen keimen erst ab 8 Grad plus. Es gibt verschiedene Rasensamen z. B. Nachsaat-Rasensamen, Sport- und Spielrasensamen, Schattenrasen, Zierrasensamen und viele mehr. Verteilen Sie den Samen entweder mit der Hand oder mit einem Streuwagen. Je nach dem wie man es dosieren möchte! Einfacher ist es mit der Hand, wenn man nur kahle Stellen einsäen möchte. Am besten sät man den Rasen nach dem Vertikutieren, da ist der Rasenboden noch aufgeraut und die Rasensamen bleiben auch gut darin liegen. Dosieren Sie es gut, weil immer zu rechnen ist, dass die Vögel den Samen picken. Man kann auch den Samen ein bisschen rein treten beziehungsweise eine Rasenwalze reinwalzen. Beobachten Sie das Wetter, denn der Samen sollte nicht zu nass oder zu trocken sein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen?

Den richtigen Zeitpunkt gibt es eigentlich nicht es gibt bloß einige Sachen, die wir deutlich zu früh machen und da zählt häufig das Düngen mit dazu. Das heißt, wenn wir einen organisch mineralischen Dünger nehmen oder nur einen mineralischen Dünger sollten wir definitiv diesen nicht im Februar oder gar im März werfen. Es gibt aber organischen Dünger, der dazu da ist, den Boden zu verbessern, diese kann man bereits im März so ab Mitte werfen. Sie sorgen dafür, dass die Mikroorganismen im Boden verbessert werden. Es sind aber auch eigentlich im März ausreichend Mikroorganismen vorhanden so dass wir hier zu früh Düngen. Anfangen sollte man eigentlich erst Ende April Anfang Mai, aber einen organischen Dünger einen Bodenverbesserer.

Es gibt verschiedene Dünger: Granulat, Flüssigdünger, Mineralische Dünger, Organische Dünger, Organisch-mineralische Dünger, Dünger mit Zusatzwirkung, Dünger mit Moosvernichter, Dünger mit Unkrautvernichter, Eisendünger, Blaukorn, Dünger mit Langzeitwirkung.

Rasen einwässern

Düngen sollte man nicht bei praller Sonne machen, sondern bei trübem Wetter und Regen sollte in Sicht sein. Ist kein Regen in Sicht und Ihr habt einen dichten und kräftigen Rasen müsst Ihr ihn einwässern oder mit einem Fächerbesen einkehren, so dass er nicht auf den Halmen liegen bleibt. Einbesen, danach wässern, so kommt der Dünger in den Boden. Die Kunst des Düngens ist es, es dann einzusetzen, wenn der Rasen ihn benötigt und Hilfe braucht. Der Rasen benötigt unheimlich viel Nährstoffe, aber auch unheimlich viel Wasser. Weil der Rasen viel arbeitet, sind die Nährstoffe im Rasen immens wichtig. Achten Sie darauf, dass Sie gleichmäßig den Dünger verteilen. Gehen Sie mit dem Dünger einmal mehr über die Rasenfläche. Der Rasen wird es Ihnen danken.

5 wichtige Pflegehinweise für Ihren Rasen

Richtiges Mähen: Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens. Zudem bilden die Gräser Seitenausläufer und weitere Blätter. Sie sollten darauf achten, dass Sie eine Rasenfläche so zwischen 3,5 und 5 Zentimeter mähen. Bei Rasen in schattigen Lagen genügt es, wenn Sie auf 4 Zentimeter runter mähen. Je tiefer Sie einen Rasen schneiden, desto empfindlicher werden die Gräser. Bei einem normalen Zierrasen immer eine Schnitthöhe von 300 cm einhalten, genauso wichtig ist es, dass man regelmäßig die Messer des Rasenmähers schärfen lässt.

Richtige Düngung: Die meisten Rasenflächen leiden unter enormen Nährstoffmangel am einfachsten erkennt man dies durch die Gelbfärbung der einzelnen Gräser. Deshalb ist es wichtig, dass ihren Rasen regelmäßig düngen für ein dichtes und frisches Grün. Für jeden Rasentyp gibt es eine spezielle Düngerezeptur, die Sie bei Landschaftsgärtner oder Baumärkten kaufen können. Wichtig ist bei der Düngung die richtige Dosierung, denn mit einer richtigen Dosierung erreichen Sie ein besseres Dichtewachstum und verhindern die Tratauswaschung. Am geeignetsten ist dafür ein Streuwagen. Bei wenig belasteten Rasenflächen, wie z. B. einer Zierrasenfläche empfehlen die Experten eine Düngung 2 x im Jahr. Bei stark belasteten Rasenflächen, wie zum Beispiel bei Spiel- und Sportflächen in Ihrem Hausgarten möglicherweise, empfehlen die Experten 4 x im Jahr. Einmal im April, im Juni, Ende August und eine Kalium Düngung im Oktober, um den Rasen vor dem Winter zu stärken.

Richtige Wässern: Rasengräser bestehen zu fast 90 % aus Wasser. Ohne Wasser wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Da der Wasserbedarf des Rasens natürlich von den Bodenverhältnissen abhängt, lassen sich keine richtigen Wasserpläne erstellen, wohl aber eine Faustregel. „Schauen statt kleckern“. Bei Trockenheit sollten Sie Ihren Rasen zweimal pro Woche gründlich beregnen. Geeignet dafür sind die Morgenstunden, da hat sich der Rasen bzw. Boden abgekühlt. Wichtig ist, dass die gesamte Rasenfläche wurzeltief durchfeuchtet ist. Denken Sie daran, dass die Gräser unter Bäumen häufiger Wasser brauchen.

Vertikutieren: Mit dem Vertikutieren beseitigen Sie wirksam Ihren Rasenfilz. Landschaftsgärtner oder Heimgärtner vertikutieren im März oder April direkt vor der ersten Stickstoffdüngung. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass Sie mit den Messern des Vertikutiergeräts nicht so tief in den Boden einarbeiten, da Sie sonst die Wurzeln des Rasens beschädigen. Eines sollte aber immer klar sein, dass Sie das Vertikutiergut muss natürlich gründlich entfernt werden.

Lüften: Das Lüften ist eine ergänzende Pflegemaßnahme, nicht zu verwechseln mit dem Vertikutieren. Beim Lüften werden Löcher in die Erde gestampft, die es ermöglichen, wieder Wasser, Luft und Nährstoffe aufzunehmen.

3 Tipps Unkraut vorzubeugen

Einfache, aber effektive Unkrautbekämpfung kann auf Ihrem Rasen durch Mähen oft im Frühjahr erreicht werden. Dadurch wird verhindert, dass sich Löwenzahn durch Beseitigung der gelben Blüten ausbreitet und die Samenbildung verhindert. Mähen Sie hoch im späten Frühjahr und Frühsommer. Dadurch können Grasklingen den Boden abschatten und verhindern, dass Krabbengras sprießt.

Wunder wirkt auch, wenn sie viel Unkraut haben, ein Quarzsand. Auch wenn Sie unter den Bäumen Moos haben, streuen Sie Quarzsand aus. Quarzsand verwendet man nur einmal. Er geht richtig in den Boden rein und nach einer Woche sehen Sie von dem Quarzsand nichts mehr. Dafür haben Sie einen schönen grünen Rasen.

Die beste Zeit zum Rasenmähen ist, wenn es kühl und trocken ist. Warten Sie, bis der Morgentau abgetrocknet ist, und vor dem Nachmittag hält die Hitze an. Alternativ, am späten Nachmittag oder frühen Abend nach einer Bewässerung am Morgen ist auch eine gute Zeit.

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