Der FrühlingDer HerbstRosen

Wie finde ich den richtigen Standort für Rosen und ihre Pflanzung?

Nachdem wir einiges über Rosen erfahren haben, wollen wir nun über den richtigen Standort und die Pflanzung sprechen. Rosen brauchen viel Sonne, obwohl es auch einige Klettersorten gibt, die mit einer Nordwand zufrieden sind. Sie gedeihen auf fast jedem Boden, nur in ausgesprochen kalkiger Erde kommen sie nicht zur vollen Entfaltung, gute, mittelschwere Erde it die richtige, so dass Sie allzu leichter Erde reichlich Humus zusetzen und schwere Erde mit Torf und anderen Beimischungen leichter und durchlässiger machen sollten. Ausreichende Entwässerung ist überhaupt sehr wichtig, denn obwohl die meisten Rosen viel Wasser brauchen, vertragen sie doch eher Trockenheit als ständige Nässe. Suchen Sie einen freien, aber nicht allzu windigen Standort, möglichst nicht im Windkanal zwischen zwei Häusern oder im Schatten unter Bäumen, wo sich die Pflanzen nach der Sonne strecken müssen und dabei lang und dünn werden und wo sie mit den Baumwurzeln um Wasser und Nahrung konkurrieren müssen.

Wie viele Rosen Sie in Ihr Beet pflanzen können, ist nicht nur eine Frage der Mittel, sondern auch der Sorte, die Sie ausgesucht haben. Wenn Sie Rosen schon zuvor in einem Garten gesehen haben, wissen Sie ungefähr, wie hoch und breit sie später werden. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte, grob gerechnet, ungefähr 45 cm betragen, und zwar gleichermaßen für Teehybriden wie Floribundarosen. So kommt genügend Luft an die einzelnen Pflanzen und Sie können dazwischen hacken und gießen.

Pflanzen Sie Ihre neuen Rosen nicht in ein Beet, in dem schon jahrelang Rosen standen. Man könnte sagen, dass die Erde der Rosen überdrüssig geworden ist und die neuen Stöcke nicht mehr richtig gedeihen lässt. Sie müssten entweder die Erde vollständig austauschen, was die Leute eine Weile beschäftigt, oder einen anderen Standort suchen. Wenn Sie nur einen einzelnen Rosenstrauch innerhalb einer Gruppe austauschen müssen, sollten Sie ein 45 cm großes und 40 cm tiefes Loch graben und neue Erde einfüllen – kein Vergnügen, aber lohnend.

Vorbereitung der Pflanzenstelle

Rosen erfreuen uns zwanzig Jahre und länger mit ihrer Blütenpracht, so dass es nur lohnend und gerecht ist, ihnen die bestmöglichen Lebensbedingungen zu schaffen. Die erforderlichen Vorbereitungen hängen hauptsächlich von der Art des Boden ab. Unter Umständen, wenn die Erde kaum durchlässig ist, kann es nötig werden, erst einmal eine Dränageschicht anzulegen oder zumindest poröse Stoffe unterzuarbeiten. Leichte, sandige Erde braucht dagegen Zusätze, die das Wasser zumindest etwas halten. Weil die Wurzeln außer Wasser auch Luft zum Gedeihen brauchen, ist es sehr wichtig, schwere Erde nachhaltig zu lockern.

Durch doppeltes Umgraben lockert man die Erde von Grund auf, nur sollte man darauf achten, dass die Humusschicht da bleibt, wo sie hingehört, nämlich oben. Es ist auch eine gute Methode, auf den Grund des Grabens zerteilte, umgedrehte Grassoden zu legen und dann gut verrotteten Kompost Lauberde, Torf, Stallmist oder eine Mischung aus alledem aufzufüllen, zusammen mit einer großzügigen Menge Hornspäne.

Diese Arbeit sollten Sie irgendwann im frühen Herbst vornehmen, ungefähr acht Wochen, bevor Sie Ihre neuen Rosenstöcke kaufen oder bekommen. Dann hat die Erde Zeit, sich zu setzen, und Sie können sich von dieser Arbeit erholen. Auch wenn Sie vielleicht oft dabei stöhnen, können Sie sicher sein, dass sich die Mühe lohnt; denn Rosen auf gutem Boden wachsen und blühen nicht nur üppiger, sie sind auch wesentlich widerstandsfähiger gegen alle möglichen Krankheiten.

Schließlich noch einige Tips für besondere Probleme. 1,5 Gips pro qm auf dem Boden des ausgegrabenen Beetes verteilt, helfen langfristig lehmigen Unterboden zu lockern. Auf sehr leichtem, sandigem Boden ist doppeltes Umgraben nicht nötig, weil Wurzeln und Wasser leicht durchdringen können, und auch nicht ratsam, weil das Wasser durch eine gelockerte Unterschicht noch leichter verschwindet, was keinesfalls der Sinn der Sache ist. Hier ist es praktischer, kräftig Humus in die obere Schicht einzuarbeiten. Wenn Ihr Garten stark kalkhaltige Erde mit nur einer dünnen Humusschicht hat, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mindestens 45 cm tief auszugraben und in die Erde reichlich Torf einzuarbeiten. Am besten gedeihen Rosen in leicht saurer Erde mit einem pH-Wert von 6,0 – 6,5.

Wann und wie man Rosen pflanzt

Im allgemeinen ist der November der günstigste Pflanzenmonat. Die Erde ist dann noch warm genug, um den Wurzeln das Eingewöhnen zu erleichtern. Wenn Sie Ihre Rosenstöcke nicht gleich nach dem Kauf einpflanzen können, weil Sie vielleicht gerade keine Zeit haben oder weil die Erde etwas gefroren oder von anhaltendem Regen zu nass ist, dann lassen Sie die Pflanzen am besten verpackt und lagern sie kühl und frostsicher. Wenn Sie noch längere Zeit nicht endgültig pflanzen können, sollten Sie die Stöcke, sobald es das Wetter erlaubt, einschlagen. Legen Sie die Pflanzen in eine Grube, die Sie in einer Ecke des Gartens gegraben haben, und füllen Sie mindestens 15 cm Erde über die Wurzeln. So können sie einige Wochen überleben; trotzdem sollten Sie jetzt keine Gelegenheit versäumen, die Stöcke sobald wie möglich an ihren endgültigen Platz zu bringen.

Ob Sie nun gleich einpflanzen oder die Rosen zuerst einschlagen, auf jeden Fall sollten Sie sich die Pflanzen nach dem Auspacken genau ansehen. Bei Versandbestellungen sollten Sie die Etiketten kontrollieren, um zu überprüfen, ob Sie auch wirklich das Bestellte erhalten haben; schließlich können auch beim zuverlässigsten Händler Fehler passieren. Als „erste Qualität“ bezeichnete Rosen sollten mindestens zwei gesunde, wenigsten bleistiftdicke Zweige haben, mit glatter, unbeschädigter Rinde; der Hals muß mindestens 16 mm dick sein und das Wurzelgeflecht gesund und faserig aussehen. Schneiden Sie alle noch vorhandenen Blätter und eventuell gebrochene Zweige bis unter die Bruchstelle ab. Besonders lange Wurzeln werden gekürzt, um die dünnen, nahrungsaufnehmenden zu fördern. Wenn der ganze Stock etwas trocken aussieht, stellen Sie ihn für eine Stunde in einen Eimer mit Wasser. Während dieser Zeit können Sie die Pflanzmischung vorbereiten, die bei guter Erde zwar nicht unbedingt notwendig ist, aber den Start doch erleichtert. Rechnen Sie für jede Pflanze eine große Schaufel voll, bestehend aus gleichen Teilen Erde und nassem Torf, gemischt mit einer Handvoll Hornspäne oder Spezialrosendünger. Den Dünger sollten Sie niemals mit bloßen Händen anfassen.

Graben Sie die Pflanzlöcher breit genug, dass sich die Wurzeln möglichst gleichmäßig ausbreiten können, und tief genug, dass der Wurzelhals 15 mm unter der Erde liegt. Nehmen Sie den Wassereimer direkt mit an die Pflanzenstelle, damit die Wurzeln nicht noch einmal trocken werden, Stellen Sie die Rose in das Loch, legen Sie die Wurzeln gleichmäßig nach allen Seiten aus und prüfen Sie die Höhe mit einem Stöckchen, das Sie über die Grube legen. Füllen Sie eine Schaufel Pflanzerde über die Wurzeln, drücken Sie etwas an und füllen Sie dann endgültig mit Erde auf. Zum Schluss schlämmen Sie jede Rose mit mindestens acht Liter Wasser ein. Nach einigen Wochen wird die Erde noch etwas festgedrückt, besonders, wenn in der Zwischenzeit Frost war, der die Pflanzen gelockert hat.

Kletterrosen, die an der Hauswand wachsen sollen, wo es normalerweise sehr trocken ist, brauchen eine etwas andere Behandlung. Pflanzen Sie wenigstens 45 cm von der Wand entfernt und legen Sie die Wurzeln von der Wand weg, damit sie nicht vom Wind beschädigt werden.

Hochstämme und Strauchrosen

Hochstammrosen werden mit der mitgelieferten Stütze gepflanzt. Sie sollte lang genug sein, um bis in die Krone der Pflanze, aber nicht darüber hinaus zu reichen, um sie dort zu stützen. Verbinden Sie Rose und Stütze mit einer Plastiklasche, die einen Puffer dazwischen hat, zunächst nur lose, damit keine Abschürfung entsteht, wenn die Pflanze noch etwas absinkt. Nach einer Woche können Sie die Lasche fester, aber auch nicht zu fest anziehen. Wenn Sie eine Strauchrose pflanzen wollen, sollten Sie zuvor gut überlegen, ob Sie ihr auch später, bei voller Größe, noch genug Platz bieten können.

Container-Pflanzen

Container-Pflanzen sind seit einiger Zeit schon sehr beliebt Sie sollten sich diese Pflanzen vor dem Kauf ganz genau ansehen, ob sie dem Standort entsprechen, und vor allem, ob sie auch tatsächlich im Container gewachsen sind und nicht nur zum Verkauf hineingesteckt wurden. Sie haben den großen Vorteil, dass man sie praktisch das ganze Jahr über pflanzen kann, selbst in voller Blüte, vorausgesetzt, der Wurzelballen wird nicht zu sehr gestört. Sie sollten jedoch nicht den Fehler begehen, einfach ein Loch in Containergröße zu graben und die Pflanze hinzustecken. Besonders in schwerem Boden würde bei Regen daraus ein Sumpfloch, aus dem das Wasser nicht abfließen kann, und durch dessen Wände die Wurzeln schwer dringen können. Graben Sie ein mindestens 30 cm großes Loch aus und lockeren Sie die Untererde, damit sie durchlässiger wird. Wässern Sie die Rose noch im Container und prüfen Sie, ob das Loch tief genug ist. Schneiden Sie den Container an allen vier Seiten auf und ziehen Sie ihn nach unten ab; füllen Sie das Loch mit Pflanzmischung, treten Sie die Erde fest und schlämmen Sie die Pflanze gut ein.

Rosen im Gewächshaus

Rosen sind eigentlich keine Warmhauspflanzen, aber sie können trotzdem zumindest einen Teil des Jahres im Gewächshaus verbringen, wodurch es möglich ist, die Sträucher schon lange vor der Freilandblüte zum Blühen zu bringen.

Nehmen Sie je nach Rosen-Sorte 20 – 25 cm Töpfe und legen Sie auf den Boden 2 – 3 cm Scherben; häufeln Sie über die Scherben eine dünne Schicht zerkleinerten Torf oder verwelkten Kompost und füllen Sie mit TKS2 oder 3 auf. Pflanzen Sie die Rosen schon im November, und zwar so tief, dass noch ein Rand von 2-3 cm frei bleibt für Wasser und Flüssigdünger. Die größeren Wurzeln müssen im allgemeinen kräftig zurückgeschnitten werden, um überhaupt in den Topf zu passen. Dafür bilden sich in kurzer Zeit neue, dünnere Wurzeln. Die Erde wird fest angedrückt, und alle Blätter und Knospen entfernt man. Lange Triebe sollten etwas gekürzt werden. Bis Anfang Dezember kann der Topf im Freien bleiben; erst dann sollte man ihn ins Treibhaus bringen.

In einem Kalthaus entwickeln sich die Blüten bis etwa Ende Mai, für frühere Blüte ist zusätzliche Wärme nötig. Frische Luft, besonders von oben, ist grundsätzlich sehr wichtig, und bei warmen, sonnigem Wetter auch Sonnenschutz. Schneiden Sie die Pflanzen Ende Dezember zurück und warten Sie mit der künstlichen Wärme dann noch mindestens zehn Tage.

Die Rosen brauchen einen kräftigen Rückschnitt bis auf zwei bis drei Augen, sonst werden sie später lang und dünn. Genießen Sie zuerst mäßig und erst bei erkennbarem Wachstum mehr. Einmal in der Woche sollten Sie die Töpfe gründlich durchwässern und acht Wochen nach dem Rückschnitt dem Wasser Flüssigdünger zusetzen.

Wenn Sie nur wenige Rosenstöcke besetzen, können Sie Raupen und Blattläuse leicht mit der Hand entfernen. Mehltau lässt sich durch ausreichende Belüftung vermeiden,. Wenn Sie trotzdem sprühen müssen, sollten Sie die Töpfe ins Freie bringen, damit Sie nicht möglicherweise schädliche Chemikalien einatmen.

Wenn die Blütezeit im Gewächshaus gegen Ende Mai vorüber ist, gewöhnen Sie Ihre Rosen allmählich wieder ans Freiland, indem Sie die Heizung (falls vorhanden) abstellen und die Lüftungsklappen offenlassen. Nach etwa zwei Wochen können Sie die Töpfe an einem geschützten Platz bis zum Rand in Asche eingraben und bis Dezember stehenlassen. Wenn es nötig sein sollte, werden die Rosen zu diesem Zeitpunkt zunächst umgetopft.

Wenn man Rosen pflanzt sollte man folgende Schritte beachten.

  1. Das Loch muss so breit sein, dass man die Wurzeln gut ausbreiten kann
  2. Die Umhüllung wird vorsichtig entfernt
  3. Die Wurzeln werden ausgelegt und die Höhe kontrolliert
  4. Die Pflanzmischung wird um die Wurzeln verteilt
  5. Vor dem Schlämmen wird Erde aufgefüllt.

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