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Diese Fehler haben schwerwiegende Auswirkungen! Wie erkennen und bekämpfen Sie die 3 schlimmsten Krankheiten von Obstbäume?

Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen!

Obst aus dem eigenen Garten haben sehr viele Vorteile. Zum einen bringt es Freude, es ist Bio und ist gesund, zum anderen schmeckt es besser wie gekauftes Obst. Weniger lustig findet man es, wenn Krankheiten und Schädlinge beim eigenen Apfelbaum entdeckt werden. Hier informieren wir Sie über die drei häufigsten Krankheiten und Schädlinge beim Apfelbaum. Diese Fehler haben schwerwiegende Auswirkungen, wenn sie nicht beachtet werden.

Krankheiten

  • Apfelschorf
  • echter Mehltau
  • Monilia

Schädlinge

  • Apfelwickler
  • Blattläuse
  • Sägewespen

 

Ist auch Ihr Apfelbaum krank, haben Sie auf den Bildern Symptome, Krankheiten oder Schädlinge erkannt? Wie Sie diese loswerden oder nicht erst bekommen, lesen Sie hier weiter! 

Der Apfelschorf

Im Bild sehen Sie einen typischen Befall von Schorf, der häufigsten Krankheit bei Apfelbäumen. Dieser Pilz überwintert auf dem Laub, das im Herbst abgefallen ist und infiziert im Frühling Blätter und später die Früchte. Auf den Blättern zeigt sich Schorf als sandartige, olivengrüne Flecken mit auslaufendem Rand. Diese Flecken können sich auf das ganze Blatt ausweiten und dazu führen, dass es frühzeitig vom Baum abgestoßen wird. 

Das gleiche kann auch mit den Früchten passieren. Dort zeigt sich ein Schorfbefall zuerst als kleine braunschwarze Flecken, die oft von einem silbrig-weisen Rand umgeben sind. Wenn der Befall zunimmt, wachsen die Flecken, werden braun und weisen verkorkte Stellen auf. Sind bereits junge Früchte befallen, kann es während der Vegetationsperiode im Sommer und im Herbst dazu kommen, dass sich sternförmige, verkorkte Risse auf den Früchten bilden. Der Grund dafür ist, weil das befallene Gewebe nicht mehr mit der Frucht mitwachsen kann. Wie man das vorbeugen kann, erfahren Sie im Anschluss an alle Pilzkrankheiten. Es ist nämlich bei allen etwa ähnlich.

Echten Mehltau oder Apfelmehltau

Diese Krankheit erkennt man gut an dem mehlig-weißlichen Pilzrasen auf der Oberseite von Blättern, Triebspitzen und manchmal sogar Blüten. Im fortgeschrittenen Stadium führt der Echte Mehltau zum Vertrocknen der Blätter und frühzeitigen Blattfall.

Monilia oder Fruchtfäule

Über Wunden, die z. B. durch einen Schädling, Frosteinwirkung, Hagel oder Schorf entstanden sind, dringt Monilia (Fruchtfäule) in die Frucht ein. Es entstehen braune, matschige Stellen am Apfel, die sich auf die ganze Frucht ausbreiten können. Wenn der Pilz beginnt zu sporulieren, das heißt, wenn er sich ausbreiten will, zeigt sich das als weißer Pilzbelag in konzentrischen Kreisen auf der Frucht. Die Frucht bleibt entweder verschrumpelt am Baum oder fällt herunter. In diesen sogenannten Fruchtmumien überwintert dann der Pilz. Da ein Befall von Monilia – Fruchtfäule an den Früchten eigentlich eine Sekundärinfektion ist, also eine Verletzung braucht, damit er überhaupt in die Frucht eindringen kann, lohnt es sich, der Ursache der Verletzung auf den Grund zu gehen und diese zu beheben.

Fruchtmumien

Die oft vernachlässigten Fruchtmumien werden oft auf den Bäumen vergessen oder nicht beachtet. Leider kann dies aber schwerwiegende Folgen haben. Fruchtmumie ist ein Fachbegriff für nach der Ernte am Baum zurückgebliebene Früchte, die oftmals eintrocknen und mit dem Monilia-Pilz befallen werden. Dieser Monilia-Pilz kann sowohl am Holz Schäden machen als auch zukünftig Infektionsherd sein, wenn im Frühjahr dann der Pilz spornt, neuen Sporn bildet die dann wiederum die Blüten befallen können. Das Problem bei den Fruchtmumien ist jetzt, dass bereits zwei drei Wochen nach der Ernte der Monilia-Pilz in das Holz eindringen kann und den Baum schädigen kann.

An diesem Fall sieht man bereit jetzt schon im Holz, unter der Rinde, Verbräunungen zu sehen sind, es tritt doch schon leicht Gummifluss auf. Gummifluss ist immer ein Zeichen, dass dem Baum nicht gut geht, dass irgendwo etwas nicht passt. Dies kann man in etwa vergleichen mit dem Eitern an einer Wunde beim Menschen. Der wichtigste Schritt dazu wäre, dafür zu sorgen, dass schon bei der Ernte der komplette Baum abgeerntet ist. Obstbauern reden daher, die Baumhygiene herzustellen. Das vollständige Abernten der Bäume ist eigentlich einer der wichtigsten Maßnahmen dazu. Bei jedem Obstbaum ist es das Wichtigste, dass jeder Baum abgeerntet wird und keine Früchte auf den Bäumen verbleiben zu lassen. Vergisst man die Fruchtmumien sind sie spätestens beim nächsten Schnitt zu entfernen. Wenn man dann schon beim Schneiden ist, sollte man mindestens 10 bis 15 cm ins gesunde Holz zurückschneiden. Das heißt wiederum, Verbräunungen die man erkennen kann komplett entfernen.

Bei der Bekämpfung von Pilzkrankheiten gibt es zwei wichtige Ansätze!

VORBEUGEN
- dass es überhaupt zu einem Befall kommt . - Bei der Pflege vom Apfelbaum ist eine der wichtigsten Kulturschutzmaßnahmen, das Entsorgen von befallenem Laub im Herbst. Da ist es wichtig, dass es entsorgt und nicht kompostiert wird, weil man bei der Kompostierung nicht sichergehen kann, dass alle Krankheitserreger abgetötet werden. Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist, das Herstellen einer Schutzschicht auf dem Blatt. Durch so eine Schutzschicht wird verhindert, dass die Pilzsporen überhaupt in das Blatt eindringen.
BEKÄMPFEN
Es gibt biologische Mittel, die auf Kalium-Bikarbonat und Schwefel basieren. Sie erzeugen genau so eine Schutzschicht, die es braucht, um einerseits eine Infektion zu verhindern und andererseits die Verbreitung zu stoppen. Die erste Behandlung wird deshalb schon ab dem Austrieb der Blätter empfohlen. Um die Schutzbarriere während der ganzen Vegetationsperiode aufrechtzuerhalten, ist eine Behandlung alle zwei Wochen oder vor starken Niederschlägen empfehlenswert. Eine weitere effektive Maßnahme, wenn es bereits zu einer Infektion gekommen ist, ist das Entfernen von befallenen Pflanzenteilen. Auch hier gilt wieder: entsorgen und nicht kompostieren.

Schädlinge

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass ein Apfelbaum von Schädlingen befallen ist: zerfressene Blätter bis hin zu Flecken auf der Schale. Diese können sowohl die Früchte als auch den Baum oder sogar beides gleichzeitig befallen. Wer einen Befall frühzeitig erkennt, hat die Chance, seine Ernte noch zu retten.

Wurm im Apfel

Der wohl bekannteste Schädling am Apfelbaum ist der „Wurm im Apfel“. Eigentlich ist es jedoch kein Wurm, sondern eine Larve des Apfelwicklerfalters. Dieser Falter setzt seine Eier auf die Blätter oder direkt auf die Früchte ab. Wenn dann die Larve geschlüpft ist, sucht sie sich den Weg zur Frucht und bohrt ein Loch hinein. Den Eingang des Lochs kann man häufig sehen, wie krümeliges Material aus dem Loch quilt. Das ist ein typisches Anzeichen, dass dort eine Larve drinsteckt.

Blattläuse

Ein anderer vielverbreiteter Schädling beim Apfelbaum, ist die Blattlaus. Blattläuse kommen auf sehr vielen verschiedenen Pflanzen vor, oft sind es allerdings spezifische Blattlausarten. Beim Apfelbaum ist hierbei eine der Blattlausarten, die zum Problem werden könnten, die mehlige Apfelblattlaus. Die Symptome sind aber bei allen Blattlausarten etwa gleich. Sie saugen den Saft aus den Zellen des Blattes, was zu Verkrümmungen führen kann. Die natürlichste Art, Blattläuse zu bekämpfen, ist das Ausbringen von Marienkäfer und Marienkäferlarven. Das sind die natürlichen Feinde aller Blattläuse. Wenn Sie bereits eine große Blattlauspopulation bei Ihnen feststellen, kann man den Einsatz von Marienkäfer oder Marienkäferlarven auch mit biologischen Pflanzenschutzmitteln kombinieren.

Sägewespe:

Etwas weniger bekannt ist unser nächster Schädling, die Sägewespe. Diese legt ihre Eier auf die kleinen Früchte, die sich kurz nach dem Bestäuben gebildet haben. Die Larven fressen erst direkt unter der Fruchthaus und fressen dann fröhlich vor sich hin. Das führt dann zu diesen typischen Miniergängen, die anschließend auch verkorken. Später dringt die Larve auch in die Frucht ein und höhlt diese teilweise aus. Im Inneren vom Apfel findet man dann anstatt saftigen Fruchtfleisches nur noch stinkenden Kot. Die befallenen Früchte fallen frühzeitig ab. Sägewespen lassen sich mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel, das auf Bitterholzextrakt basiert, sehr gut bekämpfen. Der Behandlungszeitpunkt ist unmittelbar nach der Blüte, direkt nachdem die Blütenblätter abgefallen sind.

Das waren nun die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge am Apfelbaum. Die Vorbeugung und die Bekämpfung wurden kurz erläutert. Zusammenfassend kann man sagen, kein Obst für Vögel auf den Bäu