Wann erwachen Schildkröten aus der Winterstarre?

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In diesem Jahr dauert das Auswintern der Landschildkröten mit dem Wetter zu lange. Nachdem 3 oder 4 Monate vergangen sind, sollte man überprüfen, ob die Schildkröte aus der Winterstarre automatisch erwacht ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann muss der Besitzer, langsam und behutsam die Schildkröten aufwecken. Deswegen sollte man sie erstmals in einen kühlen Raum bei ca. 8 bis 10 Grad, wenn nötig, Fenster aufmachen, damit der Raum die Temperatur erreicht. Bei Erreichen der angegebenen Raumtemperatur, Fenster wieder schließen und die Landschildkröten mit ihren Überwinterungskisten in den Raum stellen. Lassen Sie die Schildkröten langsam aufwachen. Ca. einen Tag bei 8 Grad, dann nochmal einen Tag bei 10 bis 12 Grad und höher. Danach ins kühle Terrarium bei ca. 17 Grad. Nach ein oder zwei Tagen kommt dann die UV-Lampe und wieder nach einem Tag die Wärmelampe. Ist die Schildkröte wach und bewegt sich, wird sie zuerst, mit warmen Wasser ca. 24 bis 26 Grad, baden. Beachtet, dass das Terrarium nur eine Übergangslösung sein sollte und nicht von Dauer sein sollte. Je nach Wetter sollte die Übergangslösung nicht länger als einen Monat dauern. Die Landschildkröten benötigen ein Außengehege mit genügend Auslauf. Es könnte sein, dass die Schildkröte in den ersten Tagen, nach der Winterruhe, nur wenig frisst.

Was Sie unbedingt über Landschildkröten wissen!

Wie alle anderen Reptilien auch, sind Landschildkröten wechselwarm, das heißt, sie können ihre Körpertemperatur nicht, wie andere Säuger es können, selbstständig mit Hilfe von Körperfunktionen regeln. Sie sind auf die Umgebungstemperatur und vor allem die wärmende Sonne angewiesen und somit passt sich also die Körpertemperatur der Umgebungstemperatur an. Bei den europäischen Landschildkröten gehört die Winterstarre zum festen Bestandteil des natürlichen Jahreszyklus. Schon ab dem 1. Lebensjahr sollte die Winterstarre  unbedingt ermöglicht werden, da diese sonst zu schnell wachsen und daran erkranken können. Bei ausbleibender Winterstarre wird nämlich das Hormonsystem zudem durcheinander gebracht und das Immunsystem wird gestört, sodass die Schildkröten anfälliger für Erkrankungen sind. 

5 wichtige Fragen für die Haltung von Landschildkröten

  • …hat eure Schildkröte das richtige Gewicht?
  • …ist eure Schildkröte zu leicht oder eventuell zu schwer?
  • …wieviel Gewichtsverlust während der Winterstarre ist normal?
  • …was passiert oder was sollte man machen, wenn sie an Gewicht verliert?
  • …warum wächst die eine schneller unter identischen Bedingungen, wie die andere?

Wie schwer eine Schildkröte ist und wie schnell eine Schildkröte wächst das hängt von ganz vielen Faktoren ab! Auf manche habt Ihr Einfluss und auf andere aber nicht!

Die Größe

Sie ist abhängig davon, welche Art und Unterart sie angehört. So wird zum Beispiel die östliche Unterart der griechischen Landschildkröte größer als die westliche Unterart. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle! So sind die Männchen kleiner als die Weibchen. Erwachsene Tiere können zwischen 20 und 30 cm groß und über 80 Jahre alt werden. 

Das Gewicht und das Wachstum

animal, turtle, zooEs gibt Unterschiede je nachdem mit wie viel Gewicht die Schildkröten überhaupt geschlüpft sind. Manche schlüpfen mit zwölf Gramm, andere mit 25 Gramm. Wenn Sie dann in einem Jahr ihr Gewicht verdoppeln oder sogar 200 Prozent an Gewicht zunehmen. Die einen können dann genauso schwer sein nach einem Jahr, wie die anderen bereits zum Schlupf so schwer waren. Zusammen gefasst kann man aber auf jeden Fall sagen, dass eine artgerechte Haltung, draußen im Freigehege, mit beheiztem Frühbeet und der Winterstarre, sowie der Ernährung mit Wildkräutern, ein gesundes, langsames und gesundes Wachstum fördert. Im Gegensatz zu einer Schildkrötenhaltung, die zu warm ist, also zum Beispiel im Terrarium oder der Verzicht auf die Winterstarre, zu schnelles Wachstum und somit ein ungesundes Wachstum fördert. Das gleiche gilt für eine sogenannte Kalthaltung, das heißt, eine Außenhaltung ohne Technik, die führt dazu, dass die Schildkröten langsamer wachsen und gesund ist. Auch dies kann verschiedene Krankheiten zur Ursache haben.

Es gibt Unterschiede je nachdem mit wie viel Gewicht die Schildkröten überhaupt geschlüpft sind. Manche schlüpfen mit zwölf Gramm, andere mit 25 Gramm. Wenn Sie dann in einem Jahr ihr Gewicht verdoppeln oder sogar 200 Prozent an Gewicht zunehmen. Die einen können dann genauso schwer sein nach einem Jahr, wie die anderen bereits zum Schlupf so schwer waren. Zusammen gefasst kann man aber auf jeden Fall sagen, dass eine artgerechte Haltung, draußen im Freigehege, mit beheiztem Frühbeet und der Winterstarre, sowie der Ernährung mit Wildkräutern, ein gesundes, langsames und gesundes Wachstum fördert. Im Gegensatz zu einer Schildkrötenhaltung, die zu warm ist, also zum Beispiel im Terrarium oder der Verzicht auf die Winterstarre, zu schnelles Wachstum und somit ein ungesundes Wachstum fördert. Das gleiche gilt für eine sogenannte Kalthaltung, das heißt, eine Außenhaltung ohne Technik, die führt dazu, dass die Schildkröten langsamer wachsen und gesund ist. Auch dies kann verschiedene Krankheiten zur Ursache haben.

Schildkröten, die während dieser Phase wachgehalten werden, indem sie warmgehalten werden, können diese Wachstumspause einlegen und wachsen dieser Zeit weiter. Auch das ist ungesund, denn das ist nicht von der Natur vorgesehen. Wir Menschen haben Einfluss darauf, ob die Schildkröte gesund ihr wachsen pausieren oder ungesund während dieser Phase weiterwachsen kann. Bitte beachten Sie, dass vorherige falsche Haltung nicht wieder gut zu machen ist. Demzufolge hat es auch Einfluss, wie lange die Winterstarre dauert. Eine Schildkröte sollte mindestens drei bis fünf Monate eine Winterstarre halten.

Welchen Einfluss hat die Temperatur?

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Die Temperatur hat Einfluss, wie schnell eine Schildkröte wächst. Wenn Ihr draußen im Freigehege die Temperaturen bietet, die sie haben sollten, dann kann die Schildkröte gesund wachsen. Fehlt Ihnen diese Temperatur, kann sie nicht so zügig wachsen. Wir Halter von Schildkröten haben mit der heutigen Technik Einfluss, die gesunde Temperatur für Schildkröten zu steuern, und zwar so lange, bis die Natur die Temperaturen selbst übernehmen kann. Das heißt, es gibt Wechselhafte Temperaturen, und zwar am Tag ist es wärmer als in der Nacht, im Sommer ist es wärmer als im Frühjahr und Herbst und so weiter. Dann gibt es auch noch das Wetter. Es gibt sonnige Tage, es gibt regnerische Tage, es gibt windige, kühle Tage und so weiter. Demzufolge schwankt dann auch die Phase, wo die Schildkröte schnell wächst oder langsamer wächst oder gar nicht wächst. Die Hochsaison für das Wachstum ist demzufolge das Frühjahr und der Sommer. Die Schildkröte erwacht aus ihrer Winterstarre, kann dann die energiereichen frischen Wildkräuter futtern, die Frühjahrssonne nutzen und über den ganzen Sommer hinweg wachsen, weil dann die Temperaturen dann perfekt dafür sind, aber wenn dann der Herbst kommt, wird es wieder kühler, die Schildkröten ziehen sich zurück und demzufolge reduziert sich auch wieder das Wachstum. Allerdings verbrauchen sie, während dieser Phase mehr Energie, als sie an Energie aufnehmen. Im Herbst ist also Gewichtsverlust völlig normal, während Gewichtsverlust im Frühjahr und Sommer nicht normal ist.   

Welche Auswirkungen hat das Alter auf das Gewicht?

Natürlich spielt auch das Alter der Schildkröte eine Rolle. Nicht wie bei Menschen, je älter ein Mensch wird, desto schneller nimmt er zu. Sondern, je jünger eine Schildkröte ist, desto mehr nehmen sie an Gewicht zu. Ist aber bei jeder Tierart so. Das heißt eine Schildkröte die frisch geschlüpft ist nimmt prozentual viel an Gewicht zu bis zum ersten Lebensjahr. So nach und nach sinkt dann prozentual die Gewichtszunahme. Man sollte auch bedenken, dass eine Schildkröte die zehn Jahre alt ist langsamer wächst, wie eine Schildkröte die 1,2,3 Jahre alt ist.

Es gibt auch Schildkrötenhalter, die eine Gruppe halten oft mit Geschwistern und die Schildkröten wachsen unterschiedlich schnell. Woran liegt das? Einerseits kann auch das eine genetische Veranlagung sein, anders kann es auch damit zusammenhängen, dass zum Beispiel die Schildkröte, die etwas größer ist, wärmeliebender ist. Das ist, die Schildkröte hält sich vielmehr in der Sonne oder unter der Lampe auf, wenn die kleinere Schildkröte eher so die schattigen Bereiche aufsucht und sich zurückzieht. Andersherum kann es aber sein, dass während beide dieselbe Sonnenenergie nutzen, dass die kleinere, zum Beispiel einen parasitenbefall hat und die Parasiten dieser Schildkröte Energie entziehen und somit kann sie sich nicht so entfalten wie sie eigentlich sollte. So wäre eine Kotprobe empfehlenswert, um herauszufinden, wie es um diesen Zustand steht. Ihr merkt jetzt schon, das Gewicht wird durch viele Faktoren beeinflusst. Durch die Art, durch die Unterart, durch das Schlupfgewicht, durch die Elterntiere und somit der genetischen Veranlagung. Die Temperaturen, einerseits die regionalen Temperaturen, andererseits die Temperaturen, die Ihr mit der Technik herstellt, dann hat die Winterstarre einen Einfluss darauf, also ob die Schildkröte Winterstarre halten darf und wenn ja wie lange sie ihr Gewicht pausieren kann und die Jahreszeit, im Frühjahr und im Sommer nehmen die Schildkröten an Gewicht zu und im Herbst verlieren sie es wieder und während des Winters halten sie ihr Gewicht. Man sagt auch während der Winterstarre sind fünf bis zehn Prozent Gewichtsverlust in Ordnung. Das ist zwar so halbwegs richtig, allerdings muss man auch sagen, dass bei einer Temperatur von unter acht Grad die Schildkröte in eine Starre fällt. Das heißt, sie verbraucht eigentlich so gut wie keine Energie, demzufolge verliert sie auch nicht an Energie und kann auch nicht an Gewicht verlieren. Gewichtsverlust ist also relativ selten. Sollte dennoch Gewichtsverlust vorhanden sein, dann ist es meist eine Folge von Umständen. Gewichtsverlust hat eher die Folge, dass die Überwinterung zum Beispiel, meistens zu warm ist und das ist meistens im Keller der Fall. Es kann aber auch sein, dass die Schildkröte nicht entwurmt wurde, obwohl sie einen hochgradigen Parasitenbefall hat.

Die vier Jahreszeiten

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Eier von Wasserschildkröten

Es kann auch sein, dass die Schildkröte während des Winters einfach aktiv ist, obwohl sie es nicht sein sollte. Demzufolge verliert sie an Gewicht, weil sie Energie verbraucht. Die Vorstellung anhand Gewichtsverlustes, Krankheiten oder gar den Tod zu erkennen, ist leider falsch. Schildkröten, die während des Winters versterben kündigen dieses vorher leider nicht mit Gewichtsverlust an. Also Ihr könnt nicht sagen, wenn die Schildkröte Gewicht hält, dass die Schildkröte tatsächlich gesund ist. Oder andersherum, wenn die Schildkröte an Gewicht verliert, dass dann sie krank ist. Insofern kann man zwar die Schildkröte während des Winters wiegen und es damit unter Kontrolle halten. Es nützt euch relativ wenig, um herauszufinden, ob es der Schildkröte im Moment gut geht. Ihr seid verantwortlich dafür, die natürlichen Temperaturen herzustellen, euch immer am natürlichen Lebensraum zu orientieren und je besser euch das gelingt, desto gesünder können die Schildkröten wachsen. Das gelingt nicht zu hundert Prozent und auch nicht das ganze Jahr über, insbesondere bei regionalen Temperaturunterschieden kann es sein, dass manche Sachen nötig sind die unnatürlich sind, aber trotzdem das beste aus der Situation. Wer zum Beispiel im März immer noch ein Meter Tiefschnee hat, der hat natürlich ein Nachteil gegenüber den aus wärmeren Regionen, wo man im März, draußen schon im Biergarten sitzen kann. Sofern gibt es also Sachen, worauf man Einfluss hat und manche nicht. Aber als grobe Faustregel gilt immer, wenn man den natürlichen Lebensraum so gut es geht nachahmt, können die Schildkröten gesund wachsen. Um das ganze zusammen zu fassen, Ihr könnt das Gewicht eurer Schildkröten regelmäßig notieren, um festzustellen, ob die Schildkröte der Jahreszeit und dem Alter entsprechend immer entwickelt. Sie sollte also immer an Gewicht zunehmen, aber es darf je nach Jahreszeit schwanken. Im Frühjahr und Sommer steigt es, im Herbst fällt es und im Winter bleibt es. Danach steigt es wieder. Wenn Ihr dann Eure Schildkröten im Freigehege haltet, die Winterstarre bietet, mit Wildkräutern ernährt und dann die Schildkröte dann so gesund und langsam wächst, dann ist alles in Ordnung.

Wichtig ist die Haltung von Landschildkröten!

Wenn im Vorwege schon die Haltung falsch war, könnt Ihr das nicht wieder ausbessern. Also wenn Ihr zum Beispiel eine Schildkröte aus Terrarium Haltung habt und sind viel zu groß und zu schwer für ihr Alter ist, dann sollte man sie nicht auf Diät setzen oder sonst irgendwie rückgängig machen, man kann nur durch Haltungsverbesserung dafür sorgen, dass sie ab dem Zeitpunkt gesund weiter wachsen kann.

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